Mittwoch, 6. Oktober 2021

[Rezension] Königin Olga - Die Zarentochter auf dem württembergischen Thron

Eine tolle Romanbiografie für historisch Interessierte

Seitenanzahl: 280
Verlag: Südverlag
Preis: 22,00€
Genre: Romanbiografie
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2021
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein

Die Bildrechte liegen beim Südverlag.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]












Klappentext
Als Tochter von Zar Nikolaj I. wächst Olga Romanowa behütet am russischen Zarenhof in St. Petersburg auf. Mit 23 Jahren begegnet die umfassend gebildete, schöne Großfürstin auf Sizilien dem württembergischen Thronfolger. Auch wenn es dynastisch-politische Erwägungen der Familien sind: Olga nimmt Karls Antrag gerne an. Nach der Hochzeit wird das Glück der neuen Kronprinzessin getrübt, als sie von Karls Homosexualität erfährt. Doch die junge Frau zeigt Größe, akzeptiert die „intimen Herzensfreundschaften“ ihres Mannes und stürzt sich in ihr sozial-karitatives Engagement: Olga macht sich stark für die Erziehung und Bildung von Mädchen, initiiert Kranken- und Pflegeeinrichtungen und erobert die Herzen der Bevölkerung. Bis heute tragen zahlreiche soziale und medizinische Institutionen ihren Namen.
Obwohl aus der Ehe keine leiblichen Kinder hervorgehen: Olgas Verhältnis zu Karl vertieft sich zunehmend, eine innig-liebevolle Freundschaft entsteht. Nach der Thronbesteigung 1864 lenkt das liberale, fürsorgliche Königspaar Württemberg durch politisch schwierige Zeiten. Im Zuge eines Skandals um Karls Beziehung zu einem deutlich jüngeren Amerikaner wächst Olga einmal mehr über sich hinaus. Als sie stirbt, trauert das ganze Land um seine geliebte Königin.

Meine Meinung
Bevor ich zum Inhalt komme, möchte ich kurz etwas zur Aufmachung erzählen. Das Buch ist mit einem goldenen Lesebändchen ausgestattet, das hervorragend zum Cover und Königin Olga passt. Die Kapitel sind jeweils sehr schön gestaltet. Sie werden jeweils mit einer Krone gekennzeichnet, auch die verschiedenen Abschnitte sind mit kleinen Symbolen unterteilt. Der Titel des jeweiligen Kapitels steht ebenfalls auf jeder Doppelseite. Außerdem bekommen die Leser:innen gleich zu Beginn eine Fotografie von Olga zu sehen. Dieses Foto ist von 1860 und war für mich eine gute Ergänzung zur Geschichte, da ich so ein Bild von ihr vor Augen hatte. Alles in allem eine sehr schöne Aufmachung, die zu dem königlichen Inhalt des Buchs passt.
Besonders gut gefiel mir die Erzählweise. Ich habe schon einige Biografien gelesen, aber Romanbiografien waren immer schon etwas Besonderes für mich. Ich hatte schnell das Gefühl in Olgas Geschichte und ihr Leben eintauchen zu können. Der Schreibstil ist sehr angenehm, man fliegt nur so durch die Seiten. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch sehr gut recherchiert ist. Ich gebe es gerne zu, ich google immer mal wieder gerne zwischendurch einige der Geschehnisse nach.
Nicht nur die historische Genauigkeit, sondern auch die bildhafte Darstellung der Ereignisse konnte mich überzeugen. Olga, Zarentochter Russlands, entstammt einer mächtigen Familie. Somit hatte auch Olga schwere Päckchen zu tragen, die nicht damit endete, dass sie Karl heiratet. Diese Ehe stellt die junge Frau vor weitere Herausforderungen, schließlich ist Karl homosexuell. Doch aus dieser Ehe wächst etwas anderes heran, eine tiefe und innige Freundschaft. Antje Windgassen schafft es, die vielen Gefühle, Emotionen und Herausforderungen in eine spannende und unterhaltsame Romanbiografie zu verwandeln. Für historisch interessierte, ist dieser Roman auf jeden Fall empfehlenswert.

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