Montag, 5. April 2021

[Rezension] Trümmermädchen - Annas Traum vom Glück

Eine Reise ins Köln zu Zeiten des zweiten Weltkriegs.

Seitenanzahl: 512
Verlag: Ullstein
Preis: 10,99 €
Genre: Historischer Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 02. November 2020
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
Die Bildrechte liegen bei Ullstein.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]










Klappentext
Köln, 1941. Anna wächst bei ihrer Tante Marie und ihrem Onkel Matthias auf, einem Bäckerehepaar. Das Mädchen liebt die Backstube über alles, besonders den großen Ofen aus Vulkanstein. Doch mit dem Krieg kommt das Unglück: Matthias wird eingezogen und die Bäckerei bei Luftangriffen zerstört. Während Köln in Trümmern liegt und vom kältesten Winter des Jahrhunderts heimgesucht wird, schließt Anna sich in ihrer Not einer Schwarzmarktbande an und steigt zur gewieftesten Kohlediebin der Stadt auf. Als sie am wenigsten damit rechnet, verliebt sie sich – eine verbotene Liebe mit gefährlichen Folgen. Von Kälte, Hunger und Neidern bedroht, halten Anna und ihre Tante verzweifelt an dem Traum fest, die Bäckerei wiederaufzubauen. Und an der Hoffnung, dass die Männer, die sie lieben, irgendwann zu ihnen zurückkehren.

Meine Meinung
Lilly Bernstein ist das Pseudonym von Lioba Werrelmann. Trümmermädchen ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss direkt vorab anmerken, dass es ein wahnsinnig ergreifendes Buch mit einer sehr berührenden Geschichte ist. Die Autorin hat mit vielen Details und einer guten Recherche ein Bild vom zerbombten Kriegs- und Nachkriegsköln gezeichnet. Die Schicksale der Protagonisten waren beinahe greifbar für mich. Besonders Anna, die bei ihrer Tante und dessen Mann lebt, hat es mir angetan. Sie ist ein bezauberndes Mädchen, das schon in so frühen Jahren viel Leid und Elend sehen muss. Ihr selbst geht es aber durch die Bäckerei gut und sie muss keinen Hunger leiden. Doch anderen Familien in ihrer Umgebung geht es nicht so gut und so zeigt sich schnell die Härte und Unbarmherzigkeit des Kriegs in diesem Buch.
Ich lese gerne historische Geschichten, auch gerne welche, die zu Kriegszeiten spielen. Dieses Buch hat einige wichtige Themen aufgegriffen und der Autorin ist es sehr gut gelungen, die schweren und harten Zeiten in Worte zu fassen. Diese Aufgabe war sicher alles andere als leicht, so haben diese Jahre viele Menschen das Leben gekostet. Die Zustände, die in diesem Buch beschrieben werden, gingen mir sehr nah und wurden in meinen Augen sehr realitätsnah beschrieben.
Ein wahnsinnig ergreifendes Buch, das nicht nur den nackten Überlebenswillen und die Härte in Kriegszeiten sehr nah darstellt, sondern mit ergreifenden Emotionen und Authentizizät überzeugt.

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