Sonntag, 25. April 2021

[Rezension] Als hätten sie Land betreten

Ein Blick durchs Fenster.

Seitenanzahl: 176
Verlag: Braumüller Verlag
Preis: 20,00 €
Genre: Roman
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 10. September 2020
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
Die Bildrechte liegen beim Braumüller Verlag.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]









Besonders erwähnenswert finde ich die Anmerkung der Autorin, daher möchte ich auch in meiner Rezension darauf hinweisen. Claudia Sammer spendet die Hälfte der Einnahmen, die sie durch den Verkauf des Buchs erhält, an zwei Tierschutzorganisationen.


Klappentext
Die besondere Freundschaft zwischen der jüdischen Veza und der nichtjüdischen Lotti in den 1930er-Jahren ist Ausgangspunkt einer Geschichte über sechs Frauen. Über mehrere Generationen hinweg werden Lebensentwürfe skizziert, die geprägt sind von Abhängigkeit und Selbstständigkeit, vom Zweifeln und Sich-Finden, vom Glauben an eine höhere Macht und dem Festhalten an der Erinnerung. Erst nach ihrem Tod erfährt Lottis Familie von Vezas Existenz und der gemeinsamen Zeit, eine Entdeckung, welche die Enkelin dazu ermutigt, neue Wege zu gehen.

Das Cover
Meiner Meinung nach, ist es ein wahres Kunstwerk. Im Fokus des Covers steht die Skizze von zwei Frauen, was perfekt zum Inhalt des Buchs passt.

Meine Meinung
Ganz allgemein ist die Aufmachung des Buchs sehr hochwertig. Das Cover wirkt auf mich sehr bewusst und passend gewählt. Die Kapitel sind sehr kurz, was ich generell schon mag. Allerdings hat die Autorin über jedes Kapitel eine Überschrift und einen einleitenden Gedanken gesetzt, was für mich unter anderem die Besonderheit dieses Buchs ausmacht.
Veza und Lotti verbindet eine tiefe, innige und echte Freundschaft. Claudia Sammer schafft es, trotz so weniger Seiten, dass die Geschichte der beiden real wirkt und nachklingt. Dennoch wirken die beiden Frauen eher anskizziert, nicht voll und ganz wahrhaftig. Aber durch das Cover wird hier auch wieder ein Bogen geschlagen. Ich hatte eher den Eindruck, die Frauen mehr durch ein Fenster beobachten zu können. Man kann von außen eine Menge mitbekommen und erahnen, aber die ganze Realität findet nur im Inneren selbst statt.
Der Schreibstil ist etwas spezieller und mag den Lesenden unter Umständen etwas Durchhaltevermögen abverlangen. Die Poetik, die bildhaften und detaillierten Beschreibungen, sowie häufige Umschreibungen können einen dazu bringen, den Faden zu verlieren. Ich musste für dieses Buch in der richtigen Stimmung sein - nach einem langen und stressigen Arbeitstag war dieses Buch nicht für mich gemacht. Ich habe da eher Ruhe und Gelassenheit benötigt, um mich voll und ganz auf das Buch und seinen Stil einlassen zu können.
In meinen Augen ein Roman, der Konzentration und Ruhe von seinen Leser:innen fordert. Aber jede belohnt, die sich damit an diese Geschichte „heranwagt“.

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