Sonntag, 28. März 2021

[Rezension] Das Leben ist zu kurz für Irgendwann

Zutiefst berührend und nachhaltig bewegend.

Seitenanzahl: 384
Verlag: Goldmann
Preis: 20,00€
Genre: Roman
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 22. März 2021
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
Die Bildrechte liegen beim Goldmann Verlag.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]










Klappentext
Terry und Iris sind beste Freundinnen und würden durchs Feuer füreinander gehen. Aber Iris ist krank. So krank, dass sie sich heimlich entschließt, ihr Leben in der Schweiz zu beenden, solange sie es noch kann. Als Terry feststellt, dass Iris auf dem Weg dorthin ist, zögert sie keine Sekunde. Mit ihrem betagten Dad im Auto holt sie Iris gerade noch am Hafen von Dublin ein. Die drei begeben sich auf eine abenteuerliche Reise durch England und Frankreich, und was die schlimmsten Tage in Terrys Leben hätten werden können, werden ihre besten. Denn durch Iris entdeckt sie ungeahnte Seiten an sich – und dass es ein Geschenk ist, unser Leben zu leben, jeden Tag und bis zum letzten Tag.

Meine Meinung
Dieses Buch hat mich emotional nicht nur abgeholt, sondern schlichtweg überrollt. Ciara Geraghty hat diese Geschichte so einfühlsam und packend geschrieben. Es ist für mich das erste Buch der Autorin gewesen. Den Schreibstil habe ich als angenehm empfunden und ich konnte diese berührende Geschichte sehr schnell lesen. Doch auch danach ließ mich das Buch nicht los, denn ich habe noch viel und lange darüber nachgedacht.
Die Charaktere hat die Autorin sehr detailliert beschrieben, sodass sich vor meinem inneren Auge sehr schnell ein Bild von Iris und Terry formte. Die beiden wuchsen mir sehr schnell ins Herz und ich konnte mich, zumindest in Teilen, mit beiden identifizieren bzw. in sie hineinversetzen. Auch jede weitere Nebenfigur erhielt einen wertvollen Platz im Rahmen der Story und ermöglichte es der Autorin so, zusätzliche Aspekte, wie z.B. Demenz, zu thematisieren.
Damit wären wir auch schon beim Hauptthema des Buchs: Multiple Sklerose und der Wunsch nach einem selbstbestimmten Tod. In meinen Augen hat die Autorin dieses Thema hervorragend aufgegriffen und sehr gefühlvoll umgesetzt. Die Freundinnen machen beide eine interessante Entwicklung durch, an der die Leser:innen teilhaben dürfen. Mit viel Gefühl und vor allem Einfühlungsvermögen greift Ciara Geraghty diese schwierigen Themen auf und bringt sie so sehr nah an die Leserschaft, ohne dabei danebenzugreifen. Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich von diesem Buch sehr begeistert bin. Es hat mich auch nach Beendigung des Buchs nicht losgelassen und ich habe mir noch lange viele Gedanken gemacht. Für mich ist das Buch auf jeden Fall ein Anwärter aufs Jahreshighlight.



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