Dienstag, 21. April 2020

[Rezension] Bruderherz

Leider nicht so überzeugend wie erhofft.


Seitenanzahl: 373
Verlag: Selfpublishing
Preis: 12,90 €
Genre: Kriminalroman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2020
Wertung: ♥♥
Reihe: Joy und Colin
Die Bildrechte liegen bei der Autorin.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]






Ich durfte diesen Krimi im Rahmen einer Instagramaktion mit der Agentur Mainwunder lesen. Vielen Dank noch einmal auch an dieser Stelle für das Buch und das schöne Paket.


Klappentext
Die beschauliche Gemeinde Schwandorf wird von einem verstörenden Mord erschüttert: Eine männliche Leiche wird am Straßenrand gefunden. Der Tote wurde mit einer sichelähnlichen Waffe entmannt. Grüße von Kronos, lautet die Nachricht, die den Ermittlern zu denken gibt: Wenn der erste Schnee fällt, kehre ich zurück. Die Tatwaffe findet sich unweit des Tatorts – auf dem Grab einer jungen Frau, die Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben kam. Josefine Miller, genannt Joy, zog vor Kurzem von Berlin aufs Land. Auf dem Anwesen der Alten Mühle führt sie das Leben einer Mutter und Hausfrau: Sie arbeitet in Teilzeit bei der Polizei, kümmert sich um Kind und Haushalt. Doch Colin Westheim, ein Kommissar mit legendärem Ruf, bezieht sie trotzdem in die Ermittlungen der Sonderkommission Kronos ein.
Zu den Verdächtigen gehören die beiden Söhne des Mordopfers. Es handelt sich um zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Julius ist Staranwalt in New York, Manuel hat das Down-Syndrom und lebt in einer betreuten Wohnstätte bei Schwandorf. Die Ermittlungen laufen erstaunlich gut. Der Täter wird nach wenigen Tagen gefasst. Doch ein ungutes Gefühl begleitet Joy bis zum Schluss.
Ein Dorf, das schweigt.
Ein Einsatzleiter, der ein dunkles Geheimnis verbirgt.
Zwei unterschiedliche Brüder, verbunden durch die Liebe zur Mutter. Und durch die Rache am Vater?

Das Cover
Durch die kräftigen Farben ist das Cover ein Eyecatcher, verrät auch um wen es in dem Krimi geht uns lässt Spannung aufkommen. Mir gefällt die Farbkombination von dunkelblau, rot und weiß sehr gut.

Meine Meinung
Die ersten 50-60 Seiten ließen sich sehr flüssig lesen und haben meine Neugierde geweckt. Die Autorin baut sich eine solide Grundlage, die mich als Leserin durchaus gelockt hat. Leider fehlten dem Krimi einige essentielle Zutaten, die ein guter Krimi meiner Meinung nach haben muss. Mir fehlt zum einen ein ordentlicher Spannungsbogen. Spannung kam bei diesem Krimi nur mäßig bis kaum auf. Oftmals wurden Sätze oder unwichtige Satzteile wiederholt, bis ich teilweise doch schon ein wenig davon genervt war. Außerdem warf die Autorin mit Klischees nur so um sich. Da hätte mindestens die Hälfte weniger auch gereicht.
Die Charaktere waren meiner Meinung nach unglücklicherweise auch nicht nach meinem Geschmack. Joy war mir zu blass, ihre Entscheidungen wirkten auf mich teilweise sehr unrealistisch und die Geschichte um ihre Familie war überflüssig, da ihr Sohn und ihr Mann mehr und mehr zu Randbemerkungen wurden. Ich habe nichts gegen die Verwendung von rüpelhafter Sprache. Im Gegenteil, richtig eingesetzt, kann sie einen Charakter formen, ihm Details verleihen und ihn so realistischer wirken lassen. Zu Beginn fand ich das bei Colin auch passend, es wurde aber immer mehr das einzige, was er von sich gab. Im Großen und Ganzen war die Idee mit den gegensätzlichen Polizisten eine Gute. Für meinen Geschmack wurde sie aber nicht gut genug umgesetzt.
Die Ermittlungsarbeiten wirkten auf mich nicht ausreichend recherchiert und irgendwie sehr schwammig. Das bin ich von Krimis anders gewohnt. Dafür gefiel mir der Mord gleich zu Beginn des Buchs sehr gut. Die Autorin schaffte es durch ihre Beschreibungen den Mord sehr realistisch darzustellen und konnte somit ein paar Pluspunkte machen.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven von Joy und Colin. Der Klappentext war ausschlaggebend für mich das Buch zu lesen. Leider entsprach dieser Krimi nicht meinem Geschmack und daher plane ich aktuell auch nicht den zweiten Teil der Reihe zu lesen.

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