Donnerstag, 30. Januar 2020

[Rezension] December Park

Kleinstadtidylle mit Mord


Seitenanzahl: 616
Verlag: Luzifer Verlag
Preis: 7,99 €
Genre: Thriller
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2018
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
Die Bildrechte liegen beim Luzifer Verlag.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]






Dieses Buch wurde mir von NetGalley zur Verfügung gestellt.


Klappentext
Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer – bis in dem großen, gespenstischen December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper – als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm –, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen.
Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und deren Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung sind auf den Straßen von Harting Farms alle verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein.

Das Cover
Ich bin leider etwas zwiegespalten, was die Gestaltung des Covers angeht. Der traurige Blick des Jungen macht irgendwie schon neugierig auf den Inhalt und passt auch zu den verschwundenen Kindern. Leider wirkt das Cover sonst eher trist und nicht atmosphärisch.

Meine Meinung
Dies ist mein erstes Buch von Ronald Malfi. Was mir an Atmosphäre im Cover fehlt, das macht der Thriller allemal wieder wett. Der Autor schafft es bei diesem (doch eher längeren) Thriller durch seinen Schreibstil und die gut inszenierte Geschichte eine düstere und gruselige Atmosphäre zu schaffen.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Angelo Mazzone, unserem jugendlichen Hauptcharakter, geschrieben. Er lebt in Hartin Farms und sucht mithilfe seiner Freundin nach dem Mörder, der in dieser beschaulichen Kleinstadt sein Unwesen treibt. Der Autor schafft es, unnötige Längen zu vermeiden, baut schnell Spannung auf und streut geschickt kleine Brotkrumen in seine Geschichte ein, die den Leser immer wieder auf eine falsche Fährte führt. Die Charaktere sind allesamt mit viel Liebe zum Detail gestaltet und fügen sich wunderbar in diese Geschichte ein.
Besonders gut hat mir gefallen, wie der Autor die Zeit in sein Werk hat einfließen lassen. Ich habe mich stellenweise ins Amerika der dreißiger Jahre versetzt gefühlt.
Lediglich die Auflösung hat mich nicht rundum glücklich gemacht. Damit meine ich nicht die Auflösung an sich, mit der ich im Übrigen zufrieden war, sondern mehr die fehlenden weitergehenden Erklärungen, die die ein oder andere zurückbleibende Frage aufgeklärt hätten.
Ein spannendes Buch, das mich nicht nicht nur gegruselt, sondern auch wunderbar unterhalten hat.

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