Dienstag, 25. Juni 2019

[Rezension] Dünenkind

Ein Nordseethriller.


Seitenanzahl: 206
Verlag: Selfpublishing
Preis: 2,99 €
Genre: Thriller
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2019
Wertung: ♥♥♥
Reihe: Nein
Die Bildrechte liegen bei Leonie Haubrich
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]








Klappentext
Nach Jahren kehrt Marissa wieder in ihre Heimat auf die Hallig zurück. Aber wird sie sie auch wieder lebend verlassen?
Eine Landschaft, in der Wasser und Land verschwimmen, rätselhafte Nebelformationen – Marissa hat dem Leben auf der Hallig den Rücken gekehrt und ist nach Italien ausgewandert. Als sie erfährt, dass ihr Vater nur noch wenige Monate zu leben hat, kehrt sie nach dreißig Jahren in die Heimat zurück, um Abschied zu nehmen. Aber dann verschwindet ihre 12-jährige Halbschwester Mia und Marissa stößt auf eine Mauer des Schweigens. Ihr wird klar, dass sie sich ihrem größten Trauma stellen muss: Einst haben ihre Freunde sie bei einem Initiationsritus an der Bake Blauortsand festgebunden, um eine Nacht allein bei Flut auf dem Hochsand zu überstehen.Holt ihre Vergangenheit sie wieder ein?Sie begreift, dass die Gefahr auch für sie längst nicht gebannt ist.

Das Cover
Für mich ist dieses Cover der Inbegriff eines Thrillercovers. Es versprüht eine düstere Atmosphäre und lockt nicht nur das Mädchen darauf, sondern auch mich als potenzieller Leser, in die Nordsee. Ein tolles Cover, das sehr gut zum Buch passt und neugierig auf der Inhalt macht.

Meine Meinung
Das Buch hat mich mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen. Zum einen baut Leonie Haubrich ein spannendes Gerüst auf. Die ersten Seiten machen große Lust auf den Inhalt. Leider verpasst sie hier den Übergang und die Spannung baut sich nicht weiter auf. Stattdessen pendelt sie sich auf dem Anfangsniveau ein und bekommt auch zum Schluss hin kein großes Revival. Das liegt sicherlich unter anderem auch an der geringen Anzahl der Seiten.
Zum anderen haben auch die Protagonisten, die auf der Insel leben, komische Anwandlungen und reagieren in vielen Situationen merkwürdig und alles andere als erwartet. Dies ist sicherlich auch ein wenig gewollt, um die Einsiedler von den Festländern abzugrenzen. Dennoch wirkt es das ein oder andere Mal nicht gut durchdacht. Das erste Zusammentreffen der Schwestern Marissa und Mia fand ich beispielsweise sehr merkwürdig, da Marissa kein bisschen überrascht war, dass sie eine Schwester hat. Außerdem hat sie sich dort so benommen, als sei sie damals nicht Hals über Kopf verschwunden.
Das Ende ist nicht besonders überraschend, aber dennoch finde ich es gut gewählt. Achtung Spoiler: Marissa nimmt sich ihrer kleinen Schwester Mia an. Somit weiß der Leser wenigstens, dass die Teenagerin sich nicht länger in diesem komischen Dorf aufhalten muss. Spoiler Ende
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ich konnte ihren Gedankengängen gut folgen. Außerdem hat sie die Beschreibungen der Umgebung, des Watts, des Meeres und der Halligen gut gestaltet. Ich konnte mir alles gut bildlich vorstellen.
Abschließend kann ich sagen, dass der Thriller für kurzweilige Unterhaltung sorgt, wenn auch die Spannung für einen Thriller viel zu kurz kommt.

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