Sonntag, 28. Oktober 2018

[Blogtour] #wirsindedda


Wie viel Edda steckt in dir?

Guten Tag meine Lieben,
heute habe ich ein ganz besonderes Buch für euch: Träume bleiben ohne Reue von Victoria Suffrage. Dieses Buch hat mich sehr berührt und es hat mich mit einer etwas komischen Stimmung zurückgelassen. Ich habe in meinem beruflichen Alltag viel mit alten Menschen zu tun und gebe gerne zu, dass es nicht immer leicht ist. Dennoch muss man immer im Hinterkopf behalten, dass es meistens bestimmte Gründe gibt, warum sich jemand ändert, bzw. zu dem wird, der er nun ist.
Zum Thema #wirsindedda haben sich unter der Führung der Mainwunder Agentur eine Menge Blogger zusammengefunden. Jede/r von uns hat sich mit dem #wirsindedda beschäftigt und seine ganz eigene Sichtweise, bzw. Meinung formuliert. Meine Rezension zum Buch folgt in den kommenden Tagen. Viel Spaß beim Lesen!


Seitenanzahl: 175
Verlag: TWENTYSIX
Preis: 2,99 €
Genre: Roman
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 9. März 2018
Das Bild wurde mir von der Mainwunder-Agentur zur Verfügung gestellt.
*Rezensionsexemplar*
[unbezahlte werbung]






Klappentext:
Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?

Es ist okay so zu sein, wie ich wirklich bin!
Oft denke ich darüber nach, wie ich selbst wohl im Alter sein werde. Wie schon oben erwähnt, ist es nicht immer leicht mit Menschen zusammenzuarbeiten. Das wird mit dem Alter nicht unbedingt leichter - meistens ist eher das Gegenteil der Fall. Vielleicht hat meine Arbeit in einer internistischen Praxis mein zukünftiges Ich verändert. Ich arbeite inzwischen zehn Jahre in meinem Beruf, sieben Jahre davon mit Erwachsenen. Zuvor habe ich beim Kinderarzt gearbeitet.
Das Arbeiten mit Menschen mit einem Haufen Lebenserfahrung ist eine Herausforderung - jeden Tag. Diese Menschen kommen als Patienten zu mir und das bedeutet in den meisten Fällen, dass sie irgendwelche Beschwerden oder Krankheiten haben. Auf jeden Patienten stellt man sich neu ein, geht auf die besonderen Bedürfnisse ein und versucht zu helfen wo man kann. Ab und zu verstehen einen die Patienten nicht, da sie ihr Höhrgerät zu Hause gelassen haben. Oder sie sind vor lauter Schmerzen so frustriert, dass sie mich anpöbeln. Das sind nur zwei von mindestens tausend möglichen Gründen.
Ich selbst bin ein sehr fröhlicher Mensch, immer ein Lächeln auf den Lippen, für jeden Spaß zu haben. Ich bin freundlich, höflich und zuvorkommend. Und ich kann mit unhöflichen Menschen einfach nicht besonders gut umgehen. Ich verstehe einfach nicht, wie man teilweise so verbittert durchs Leben ziehen kann. Ich habe für mich selbst entschieden, dass ich später nicht so enden möchte. Ich möchte mir meine Frohnatur bewahren und mich lieber über jeden Sonnenstrahl freuen, anstatt mich über jeden Regentag zu beschweren.

Alt werden ist nie einfach. Man wird vor vollendete Tatsachen gestellt: Du solltest kein Auto mehr fahren, deine Hüfte macht das doch nicht mehr mit. oder Findest du, dass du das noch anziehen solltest? Deine Knie sind ja gar nicht bedeckt. Überlass das doch den jungen Mädchen von heute - wir hatten unsere Zeit.
Doch es gibt auch die schönen Dinge, die uns erst in fortgeschrittenem Lebensalter zu Teil werden: Enkelkinder (die man wunderschön verhätscheln kann), einen großen Haufen Lebenserfahrung und vieles mehr.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass man sich selbst treu bleibt. Und genau das macht Edda. Sie hat ihre eigene Art und Weise und möchte sich nicht von jemandem verbiegen lassen. Sie spricht aus, was sie denkt und hört im Altenheim nicht damit auf die Puffmutti zu sein. Dieses Leben hat sie geprägt und daher bleibt sie wie sie ist. Und das ist okay. Wir müssen endlich lernen uns gegenseitig zu akzeptieren. Wir müssen immer im Hinterkopf behalten, dass kein Mensch so geboren wurde, wie er jetzt ist. Das Leben prägt uns und das Leben prägt unsere Mitmenschen.
Kinder sind so unverbraucht, unbedarft und bereit für die große weite Welt. Nicht nur ihre Körper wachsen, auch ihr Ich muss sich erst entwickelt. Unsere Umwelt, das Geschehene und unsere eigenen Überzeugungen machen uns zu den Menschen, die wir sind. Und das ist okay.

Sei du selbst und genieße es. Verstell dich nicht für andere. Nimm dir ein Glas Wein, Champagner, Sekt. Gönn dir einen Kakao, ein Stück Kuchen oder einen Donut. Und dann feier dich selbst.

Stößchen!

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