Montag, 11. Dezember 2017

[Blogtour] Die Schlange von Essex


Das viktorianische England.

Guten Morgen ihr Lieben,
ich habe heute die Ehre und darf die Blogtour rund um Sarah Perrys Roman Die Schlange von Essex eröffnen. Meine Rezension zu diesem Titel ist bereits online gegangen. Wie mein Titel schon verrät, geht es bei mir um das viktorianische England. Am Ende des Beitrags findet ihr übrigens auch wieder ein tolles Gewinnspiel. Viel Spaß bei der Blogtour.



Seitenanzahl: 496
Verlag: Eichborn Verlag
Preis: 24,00 €
Genre: Roman
Einband: Hardcover
Erscheinungsdatum: 29. September 2017
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*




Klappentext
Seit ihrer Kindheit bewundert die Lektorin Stephanie Lenz ihre ältere Schwester Lily, die bei der Verteilung des elterlichen Genguts eindeutig das bessere Los erwischt hat. Lily ist schön, beliebt und hat einen tollen Mann geheiratet. Stephanie fühlt sich dagegen oft vom Alltag überfordert.
Wie rettet man sich zum Beispiel vor der Liebeserklärung seines neuen Chefs, ohne die Karriere zu ruinieren? Stephanie hat eine scheinbar geniale Idee: Sie behauptet einfach, sie sei lesbisch. Zum Glück steht Lily als Begleitung für die Firmenfeier bereit. Als ›Vorzeige-Lesbe‹ des Verlags läuft es beruflich ausgezeichnet für Stephanie, bald darf sie den Bestseller-Autor Bernhard Otto betreuen. Der ist ihr nur dummerweise unerwartet sympathisch, und dann fällt auch noch Alibi-Partnerin Lily aus, deren Leben sich nach dem Fremdgehen ihres Mannes im freien Fall zu befinden scheint.

Das viktorianische England
Der Zeitraum zwischen 1837 bis 1901 wird als Viktorianische Epoche bezeichnet. Unser Roman Die Schlange von Essex spielt am 1893 und fällt somit genau in diese Zeit. Genannt wird diese Epoche so, da sie zur Zeit der Regierung Königin Viktorias stattfand, obwohl diese kaum politischen Einfluss hatte.
In dieser Zeit florierte die Wirtschaft Großbritanniens, da besonders der Eisenbahnbau und der Bergbau sehr erfolgreich waren. Wenn man sich aber einige Themen unseres Buchs näher anschaut, sind andere Themenfelder deutlicher vertreten als andere. Nehmen wir beispielsweise die Gesundheit und die damit verbundene Forschung am Menschen. Infektionskrankheiten waren in den großen Städten allgegenwärtig. Zwar begann man bereits die großen Straßen zu säubern, allerdings versäumten es die großen Köpfe ihrer Zeit auch die Armenviertel zu säubern. Somit breiteten sich Krankheiten schnell aus. Nach und nach entwickelte sich so ein zentrales Gesundheitsministerium, das es sich zur Aufgabe machte die Krankheiten zu begrenzen und zu bekämpfen. Schließlich kam es auch zu den ersten Impfungen.
Auch in der Religion tat sich zu dieser Zeit einiges, besonders in der Mittelschicht. Diese versuchten sich von dem Adel und seinen Ausschweifungen, sowie von der unzivilisierten Unterschicht abzugrenzen. Sie legten großen Wert auf das Lesen in der Bibel und beteten häufig im Kreise der Familie. Eine besondere Herausforderung für die Kirche stellten die Theorien von Charles Darwin dar, mit denen wir auch im Buch konfrontiert werden.
Frauen hatten es zu dieser Zeit ebenfalls nicht leicht. Sie gehörten ins warme Heim, an den Herd, sollten viele Kinder gebären und ihren Ehemännern eine gute Frau sein. Arbeiten außerhalb des eigenen Haushalts war verwerflich und eine Ehefrau hatte kein Recht auf Eigentum.
Man merkt also schnell, dass dieses Zeitalter viele aufregende, aber auch bedenkliche Akzente innehält. Ich finde, dass das Buch Die Schlange von Essex ein sehr genaues Bild von der damaligen Zeit zeichnet.

Das Gewinnspiel
Bitte beantworte täglich die Tagesfrage auf dem jeweiligen Blog als Kommentar und gewinne mit etwas Glück 1 Print "Die Schlange von Essex" von Sarah Perry. Das Gewinnspiel endet am 19.12.2017 um 24 Uhr. Die genauen Teilnahmebedingungen findest du hier.

Die Tagesfrage
Wie hättet ihr euch als Frau in der Viktorianischen Epoche verhalten?
Hättet ihr euch dem System gebeugt, oder hättet ihr euren eigenen Weg eingeschlagen?

Kommentare:

Jutta.liest hat gesagt…

Hallo,
hach, das sagt sich aus heutiger Sicht so einfach, dass man sich nicht angepasst hätte, aber so einfach war das sicherlich nicht. Ich denke aber schon, dass ich versucht hätte, wo es nur geht, aus dem System auszubrechen und mir zumindest kleine Freiheiten zu erlauben. Hilfreich war es damals (wie es auch heute immer noch ist) sicherlich, wenn man nicht mittellos dastand.

Liebe Grüße, Jutta

Isbel hat gesagt…

Hey,

nun, wenn ich in der Zeit geboren wäre, wäre ich auch nach deren gesellschaftlichen Regeln erzogen worden. Ob mich das dann gestört hätte? Ich weiß nicht. Aus heutiger Sicht sicherlich und ich würde versuchen so viele Freiheiten wie möglich zu schaffen, aber wie es mit einer anderen Erziehung gewesen wäre und ohne das Wissen von heute, vielleicht ja nicht.

Gruß Isbel

Wencke Neumann hat gesagt…

Hinterher kann man ja immer schlau reden und sagen, man hat sein eigenes Ding gemacht...aber wenn ich ehrlich bin, finde ich das auch noch in der heutigen Zeit schwer, insofern...ich glaube wohl ich hättr mich dem System gebeugt ����

Anna C hat gesagt…

Hallo,
ein toller Einstieg in die Blogtour :)
Ich würde mir wünschen, dass ich mich nicht stumm den Konventionen gebeugt hätte, aber das ist ja immer leicht zu sagen. Man muss dafür schon sehr viel Mut aufbringen.
Am Wahrscheinlichsten ist für mich daher, dass ich im Stillen vielleicht rebelliert hätte. Durch kleine alltägliche Dinge wie Geld für mich selbst zu sparen.

LG Anna C.
(caanna92@gmail.com)

Kommentar veröffentlichen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

-->