Freitag, 2. Februar 2018

[Rezension] Eine Idee vom Glück

Die Liebe und der Sturm auf die Bastille.



Seitenanzahl: 766
Verlag: Selfpublishing
Preis: 4,99 €
Genre: Historischer Roman
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 24. August 2017
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen. Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe. Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne. Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben.

Das Cover
Das Cover passt perfekt zu dem anderen historischen Roman Die Bluthunde von Paris, was sich im Bücherregal auf jeden Fall positiv hervorhebt. Insgesamt ein sehr zurückhaltendes Cover, das einen kleinen Einblick auf den Inhalt des Romans gewährt. Auch in diesem Roman ist die Umbruchstimmung, die in Paris zu dieser Zeit herrscht, deutlich im Cover zu sehen. Auch verträumte Blicke sind zu entdecken. Man darf gespannt auf den Inhalt sein.

Meine Meinung
Das nenne ich mal einen dicken Schinken. So ein dickes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen und ich muss gestehen, dass ich mich zeitweise durch einige Passagen "durchquälen" musste.
Auch in diesem Roman geht es um Protagonisten, die während der Revolution in Paris agieren. Schon im vorhergegangenen Roman Die Bluthunde von Paris beschäftigte sich die Autorin mit dieser Thematik und hat diese wirklich toll umgesetzt. Eine ausgezeichnete Recherchearbeit war mir bereits im Vorgänger-Roman aufgefallen. Diese lässt sich auch hier besonders vermerken. Auch in diesem Roman beherrscht Gewalt, Brutalität und die Revolution die Pariser und ihre Gassen und Straßen. Doch die Liebe soll auch in diesem Roman nicht zu kurz kommen. Allerdings konnte ich mich mit den Protagonisten besser anfreunden. Nicht, dass ich ihr Handeln weniger verurteilen würde. Ich konnte sie nur besser verstehen, was dem Ganzen eher zuträglich ist.
Der Adel steht hier im Fokus des Romans. Es wird geschildert, wie dieser die Revolution wahrnahm und vor allem wie er handelte.
Die Autorin stellt hohe Anforderungen an die Leser ihres Romans. Ein gewisses Interesse an der beschriebenen Zeit muss vorhanden sein, sonst kann man sich das Buch sparen. Das Buch ist ein richtiger Schinken, ein dickes Ding. Ich habe mich zeitweise da durch gequält, weil mir das Durchhaltevermögen fehlte. Es handelt sich hier um einen historischen Roman, der mit guter Recherche, einer brutalen Zeit und einem flüssigen Schreibstil besticht. Die Länge des Romans ist der Fülle an Informationen geschuldet. Weglassen würde ich an dieser Stelle nichts, aber ich rate dem Leser viel Zeit mitzubringen.

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