Donnerstag, 7. Dezember 2017

[Rezension] Novemberschokolade

Schokoladengenuss ohne Kalorien.



Seitenanzahl: 368
Verlag: Heyne
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2016
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
Zimt, Koriander und natürlich Schokolade – in Würzburgs einzigartiger Chocolaterie liegen verheißungsvolle Düfte in der Luft. Hier zaubert Lea Winter die wunderbarsten Schokoladengenüsse. Doch Liebe und Begeisterung allein bezahlen keine Rechnungen. Lea steht kurz vor der Pleite, und der einzige Ausweg scheint die Teilnahme an einem Wettbewerb zu sein. Mitten in ihrer Recherche entdeckt sie ihre Mutter Anne, die vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand, in der Fachzeitschrift der Chocolatiers. Lea macht sich auf den Weg zu ihr und erfährt eine lang verdrängte, furchtbare Wahrheit.

Das Cover
Das Cover ist die süße Versuchung schlechthin. Man bekommt direkt Lust auf Schokolade und ehe ich mich versehe, mümmel ich an einer Milkatafel. Ganz toll! Doch das Cover an sich ist frei von Kalorien. Stattdessen sieht man zuckersüße Versuchungen in Form von Kakaopulver, Trüffel und Pralinchen. Auf dem Badge ist der Name des Buchs, sowie die Autorin namentlich vermerkt. Eine Schale Rosen darf natürlich auch nicht fehlen, um den Buch einen farbigen Touch zu geben.
Ein tolles Cover, das zum Kauf einlädt. Und ganz nebenbei wird sich die ein oder andere Schokolade in deinen Mund verirren.

Meine Meinung
Lea lebt den Traum jedes Schokoladenliebhabers. Sie betreibt eine kleine Chocolaterie und allein bei diesem Wort sammelt sich in meinem Mund das Wasser... Aber halt! Jetzt muss ich mich wirklich konzentrieren. Lea hat es leider nicht besonders leicht. Die Konkurrenz ist groß, sie hat finanzielle Probleme und entdeckt dann auch noch auf dem Titelfoto einer Zeitung ihre lang verschollene Mutter. Wenn da das Chaos nicht perfekt ist, weiß ich auch nicht. Oh und dann ist da noch Alessandro, dieser schnucklige junge Mann, der zum gegenüberliegenden Restaurant gehört. Ihr merkt sicher schnell, Lea hat es nun wirklich nicht einfach.
Innerhalb kürzester Zeit und wenigen Seiten war ich in der Geschichte. Ich habe mich auch schnell an das ständige Hungergefühl gewöhnt. Doch dieser Roman ist so viel mehr als nur Schokolade. Ein Familiengeheimnis, das sich nach und nach auflöst, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. Geschickt verstrickt die Autorin Ulrike Sosnitza Geheimnisse mit der Chocolaterie. Denn spätestens wenn es an die Herstellung der Pralinen geht stellt sich heraus, dass die Autorin viel Recherchearbeit in ihren Roman gesteckt hat. Das hat bestimmt auch einige Kalorien gekostet. Detailliert wird die Herstellung beschrieben und ermöglicht es dem Leser sich in die traumhafte Welt der Chocolaterie einzulesen.
Die Autorin hat mit Lea eine fabelhafte Hauptprotagonistin gezeichnet, die mir als Leserin sofort sympathisch war. Sie begeht zwar immer mal wieder Dummheiten, aber das tue ich auch - tagtäglich. Auch die weiteren Charaktere sind schön ausgearbeitet und haben Ecken und Kanten erhalten, damit der Roman noch mehr Tiefe erhält.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, leicht und flüssig. Durch lebhafte Beschreibungen bringt die Autorin die Chocolaterie, Alessandro, Lea und ihre Geheimnisse in mein Wohnzimmer undc bescherte mir damit schöne Lesestunden.
Sperrt man die Schokolade weit weg ein, dann handelt es sich hier um ein tolles Wohlfühlbuch, das eine schöne und kurzweilige Unterhaltung bietet. Und man verhindert quälende Bauchschmeren. Ein sehr unterhaltsames Buch für gemütliche Leseabende unter einer Kuscheldecke und mit vielen Kerzen. Und einer Tafel deiner Lieblingsschokolade.

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