Freitag, 1. Dezember 2017

[Rezension] Nachtblumen

Ich bin dann mal eben auf Sylt.



Seitenanzahl: 544
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 23. Juni 2017
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Mitte August machte auf meinem Blog die Blogtour zu Nachtblumen Halt. Ich habe auf den männlichen Hauptprotagonisten konzentriert. Den Beitrag dazu findet ihr hier.


Klappentext
Auf jede Nacht folgt ein Tag
Das Leben könnte so einfach sein. Wäre es manchmal nicht so verdammt schwer. Jana schläft am liebsten unter dem Bett. Collin friert gerne. Jana wünscht sich vertraute Menschen um sich herum. Collin möchte mit anderen Leuten nichts zu tun haben. Auf Sylt begegnen sich die beiden in einem Wohnprojekt und leben für die nächsten zwei Jahre Zimmer an Zimmer. Da ist eine Mauer, die sie trennt. Und eine Tür, die sie verbindet.

Das Cover
Das Cover ist relativ schlicht gehalten, was mir aber gut gefällt. Die Blumen haben eine Art Galaxy Optik, was ich so noch nicht gesehen habe. Das verleiht dem Bild den Bezug zu dem Namen des Buchs: Nachtblumen. Die Pflanzen ranken sich um den Titel und verzieren das Cover insgesamt sehr schön. Alles in allem ein schlichtes Cover, das aber durch die Galaxy-Besonderheit punkten kann.

Meine Meinung
Für mich war es das erste Buch der Autorin Carina Bartsch. Diese hat es geschafft eine wunderschöne Welt rund um Jana und Collin zu erschaffen. Mir fiel es sehr leicht in ihre Welt einzutauchen und fühlte mich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr wohl dort. Ich bin allerdings schneller mit Jana warm geworden. Mit ihr konnte ich mich besser identifizieren. Sie war mir einfach einen ticken sympathischer, versucht nicht perfekt zu sein und sieht die Welt ein wenig naiv. Dennoch ist sie für mich die perfekte Hauptprotagonistin.
Collin ist eher zurückhaltend, wenn es um die Nähe zu anderen Menschen geht. Janas Nähe hingegen sucht er regelrecht. Was Collin an Zurückhaltung vorzuweisen hat, das kann er durch Talent wieder wett machen. Er ist ein begnadeter Künstler, nimmt die Welt irgendwie anders wahr und hat ein gewisses Selbstgefühl.
Carina Bartsch schafft es durch detaillierte Beschreibungen die salzige, frische Luft Sylts in mein Wohnzimmer zu bringen. Malerisch und sehr bildhaft werden die verschiedenen Szenen beschrieben und man fühlt sich als Leser gleich gut aufgenommen. Ich habe die Zeit dort sehr genossen.
Die Seiten flogen nur so dahin und auch die Stunden verstrichen sehr schnell, während ich in Nachtblumen schmökerte. Besonders interessant wurde das Buch durch die stark ausgeprägten Charaktere. Die Autorin erschuf hier keine halben Wesen, sondern investierte viel Zeit in das Kreiiren von ganz speziellen und ausgetüftelten Figuren, die dem Roman das gewisse Etwas verleihen. Sie sind nicht nur irgendwelche Statisten sondern verleihen dem Buch Tiefe und Realität.
Dieser Roman hat mir schöne Lesestunden beschenkt und ließ mich ein wenig verlassen zurück. Ich mag die Geschichte rund um Jana und Collin, mag die Orte, mag die Menschen. Mir fiel es schwer all das zurückzulassen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für eine tolle Liebesgeschichte.

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