Samstag, 16. Dezember 2017

[Rezension] Ende der Welt

Bewegender Roman mit einer starken weiblichen Hauptprotagonistin.



Seitenanzahl: 271
Verlag: Selfpublishing
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11. Juli 2016
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
1991: Der Student André nimmt sich eine Auszeit von seiner Beziehung und seinem Leben und bereist den Amerikanischen Kontinent. Er kommt bis ans Ende der Welt: Ushuaia in Feuerland, die Stadt der windgepeitschten Bäume und ständig quietschenden Türen. Eine davon öffnet sich für André, und er verschwindet spurlos. 22 Jahre später macht sich Andrés Sohn Jan mit seiner Mutter Stella auf Spurensuche. Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren. Doch kaum in Feuerland angekommen, verschwindet auch er. Nun muss Stella den Kampf allein aufnehmen und sich gegen die Rauheit der einsamen Stadt und ihrer Bewohner behaupten.

Das Cover
Ich habe eine ältere Ausgabe, auf der ein anderes Titelbild abgebildet ist, das ich leider online nicht finden konnte. Auf meinem Cover sieht man eine Steppe, darauf ein karger, typischer Baum abgebildet. Ein etwas trostloses Bild, was aber zur Geschichte passt und Lust auf den Inhalt macht.

Meine Meinung
Der Autor Thomas Pyczak erschafft eine Welt, in der zwei wichtige Männer aus Stellas Leben verschwinden. Die Geschichte, die er hier aufgebaut hat, ist sehr spannend. Ich gebe zu, dass man die ersten hundert Seiten nach Möglichkeit am Stück lesen sollte, um die Zusammenhänge besser erfassen zu können. Danach liest es sich "leichter". Der Schreibstil des Autors ist angenehm und erschwert das Lesen in keiner Weise. Er kreirt ausreichende Spannung und zieht den Leser schnell in seine Geschichte.
Die Thematik des Buchs ist wirklich sehr interessant, da sie aus sehr vielen Unterkategorien besteht: Mutterliebe/Liebe, Kulturen und die entstehenden Konflikte, Traditionen und dann ist da noch das Verschwinden von André und Jan. Besonders hervorzuheben sind die detailreichen Beschreibungen der Umgebungen. Hier merkt man, dass Thomas Pyczak Ushuaia selbst bereist hat und weiß wovon er schreibt. Auch die Protagonisten sind ausreichend detailreich beschrieben und mit Tiefen versehen.
Leider fiel mir der Einstieg in den Roman anfangs etwas schwer. Das lag nicht an der Schreibweise oder an der Geschichte an sich. Ich denke, dass ich die ersten Seiten zusammenhängender hätte lesen sollen. So viel mir der Einstieg nach den kurzen Unterbrechungen immer schwerer. Auch waren ein paar Details etwas zu vorhersehbar für meinen Geschmack. Ein wenig mehr Spannung und Überraschungen hätten hier gut hingepasst.
Sehr gut gefallen hat mir Stella, die eine tolle Entwicklung im Laufe der Geschichte durchmacht. Auch wie sie sich in Feuerland verhalten hat, ganz auf sich allein gestellt, hat mich überzeugt. Ihre Reaktionen und Ängste waren für mich vollkommen nachvollziehbar.

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