Dienstag, 5. Dezember 2017

[Rezension] Die Zelle

Das Mädchen in der Zelle.



Seitenanzahl: 336
Verlag: Knaur
Preis: 9,99 €
Genre: Thriller
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
Sammy ist elf und gerade mit seinen Eltern nach Berlin gezogen. Im Luftschutzbunker der alten Jugendstilvilla, die die Familie im Grunewald bezogen hat, macht er eine verstörende Entdeckung. Ein vollkommen verängstigtes Mädchen, nicht viel älter als er, ist dort unten in einer Zelle eingesperrt, die man mit Gummifolie ausgekleidet hat. Nur durch einen winzigen Schlitz hindurch kann er sie sehen. Am nächsten Tag ist die Zelle leer, das Mädchen verschwunden. Und für Sammy kann es dafür eigentlich nur einen Grund geben: seinen Vater.

Das Cover
Das Cover ist sehr düster, was sehr gut zu diesem Thriller und seiner Geschichte passt. Leider ist es auch ein wenig nichtssagend. Man kann eigentlich nur Dunkelheit und einen Boden erkennen. Viel mehr ist da nicht rauszuholen. Hier hätte man vielleicht ein Stück der Zelle zeigen können. Dennoch verleiht das dem Cover etwas geheimnisvolles.

Meine Meinung
Jonas Winner hat den Thriller aus der Sicht des elfjährigen Sammy geschrieben, was ich sehr interessant finde. Ich habe noch nicht viele Geschichten aus der Perspektive eines Kindes gelesen. Dadurch, dass der Raum, in dem die Geschichte spielt, sehr klein gehalten ist, verleiht es dem Thriller zusätzliche Gruselmomente. Denn die Story spielt sich lediglich im und um das Haus von Sammys Familie statt. Das engt die ganze Thematik zusätlich ein und verleiht der Story ein zusätzliches Gänsehautgefühl.
Sammy wird von seinen Eltern relativ allein gelassen, da beide berufstätig sind. Lediglich sein Au-Pair-Mädchen ist tagtäglich bei ihm. Hier wird der Junge sträflich vernachlässigt und ich habe die natürliche Elternliebe an dieser Stelle sehr vermisst. Dennoch wäre sie unangebracht gewesen, da sie nicht zum Plott passen würde.
Der Autor hat einen spannenden Schreibstil, der den Leser geradezu in die Geschichte saugt. Die Seiten werden hektisch umgeblättert, man muss ja wissen, wie es weitergeht. Die Geschichte schwankt zwischen Gänsehautmomenten, totaler Verzweiflung und echter Dramatik.
Der Augenmerk liegt auf der Familie, in der wirklich so einiges schief läuft. Alles in allem eine spannende Geschichte, die für mich ein toller Einstieg in die Thriller des Autors waren. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von ihm lesen, da mir sein Schreibstil sehr gut gefallen hat und er es geschafft hat, mich in Panik zu versetzen.

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