Samstag, 27. Januar 2018

[Rezension] Die Bluthunde von Paris

Paris während der Revolution.



Seitenanzahl: 522
Verlag: epubli
Preis: 4,99 €
Genre: Historischer Roman
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 31. Dezember 2016
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
Frankreich und Paris Ende des 18. Jahrhunderts: Revolution, hetzerische Debatten im Konvent, Krieg an den Fronten, blutige Aufstände im Landesinnern, Verrat und Hunger bestimmen den Alltag und Philippines Kindheit und Jugend. Ihr Vater ist Folterer, ihr Onkel der berühmte Henker von Paris, Charles-Henri Sanson. Inmitten dieses Hexenkessels und einer Mutter, die Hure und Mörderin zugleich ist, bewahrt sich das Mädchen seine edle Seele, entwickelt sich zu einer starken, gebildeten Frau und findet jenen wieder, den sie als Kind getroffen und sofort geliebt hat. Auf das Glück der beiden jedoch wirft das Blutgerüst seinen drohenden Schatten.

Das Cover
Eigentlich ist das Cover nicht so ganz mein Ding. Mir fehlen ein wenig die Farben. Aber das Cover verrät durch die abgebildeten Personen schon viel über den Inhalt machen auch sehr neugierig auf diesen. Die Revolution steht im Zentrum des Covers und das ist ein Thema, das mich schon lange brennend interessiert. Ob mich das Cover so im Laden auf das Buch aufmerksam gemacht hätte? Das weiß ich nicht so genau. Ich mag die Schriftart, in der der Titel verfasst ist. Auch die Guillotine im Zentrum des Covers interessiert mich sehr.

Meine Meinung
Vorab sollte erwähnt werden, dass die Autorin eine Altersbeschränkung festgelegt hat. Ich finde diese auch sehr zutreffend. Das Buch ist für u. 18 nicht zu empfehlen. Das liegt daran, dass die Autorin den Geist der damaligen Zeit beeindruckend realistisch eingefangen und niedergeschrieben hat. Sie beschreibt eindrucksvoll die vorherrschende Stimmung während der Revolution in Paris. Außerdem gibt es zahlreiche gewalttätige Szenen.
Meine Liebe zu dieser Stadt ist bekannt und ich finde es wirklich beeindruckend, wie die Autorin mich in ihren Bann gezogen hat. Die Geschichte, die sie geschrieben hat, macht den Eindruck einer starken Recherchearbeit und zieht den Leser mit jeder Seite mehr in die Tiefen des revolutionären Paris.
Philippine Sandson ist die Hauptprotagonistin, deren Leben durch eine Behinderung an ihrem Fuß beeinträchtigt wird. Dennoch ist sie eine kluge und starke Persönlichkeit, die sich schnell zu einer bemerkenswerten Frau wandelt. Doch hat Philippine es nicht leicht. Sie ist ein uneheliches Kind, entsprungen einer außerehelichen Liebelei ihrer Mutter. Ihr Vater ist Folterer. Kein leichter Start ins Leben - zumal sie kurz vor Beginn der Revolution zur Welt kommt. Dennoch reift sie zu einer wissbegierigen Frau heran, die - wie sollte es anders sein - irgendwann ihr Herz an einen jungen Mann verschenkt.
Die Autorin Christina Geiselhart erschafft eine realistische Atmosphäre für ihren Roman und erleichtert das Lesen durch einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Seiten flogen für mich nur so dahin. Durch das detaillierte Beschreiben der Charaktere hat man das Gefühl diese gut zu kennen. Ich konnte mich von Anfang an gut in sie hineinversetzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem Herzensmann - wir wurden nie wirklich Freunde. Er war mir einfach unsympathisch und ich konnte seine Vorgehensweise oft nicht nachvollziehen. Dennoch gönne ich Philippine und ihren Herzensmann alles Glück der Welt. In einer brutalen, nicht unbedingt Liebe hervorbringenden Welt. Das Paris während der Revolution hat zum Glück nichts mit dem Paris der Gegenwart gemeinsam - was ich natürlich gut finde.
Doch die Autorin hat hier ein wahres Meisterwerk geschaffen. Ich habe die Lesestunden sehr genossen, war gefangen in einer Zeit, die ich zum Glück nicht selbst erlebt habe. Durch geniale Recherchearbeit bereitet die Autorin den Lesern ihres Romans gruselige Lesestunden, die gleichermaßen begeistern und schockieren...

Kommentare:

  1. Hallo Tami :)
    Mit dem Titel und Cover hast du sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Ich hatte von dem Buch noch nichts gehört, interessiere mich aber ebenso leidenschaftlich für die Revolution wie du. Daher ist das Buch sehr interessant für mich und ich werde es mir merken! Ich finde es immer wichtig, dass der Zeitgeist authentisch eingefangen wird und das scheint hier ka bravourös zu gelingen!
    Handelt es sich ausschließlich um fiktive oder reale Personen? Oder eine Mischung?
    Ganz liebe Grüße,
    Julia

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    1. Liebe Julia,
      es freut mich sehr, dass ich Interesse bei dir wecken konnte. Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Über den Henker selbst konnte ich einiges finden, zu Phillipine nicht. Ich denke, dass es sich hier um eine Mischung handelt.
      Lg Tami

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