Freitag, 1. Dezember 2017

[Rezension] Der Todsammler

Ein brutaler Einstieg in die Reihe.



Seitenanzahl: 453
Verlag: Selfpublishing
Preis: 12,83 €
Genre: Thriller
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 16. Juni 2017
Wertung: ♥♥♥
Reihe: Johannes-Hornoff-Reihe
*Rezensionsexemplar*





Mitte September gab es im Rahmen des Crime Days von Mainwunder eine Buchvorstellung der etwas anderen Art auf meinem Blog zu lesen. Patricia, Jacqueline und ich beschrieben das Buch aus unterschiedlichen Sichten. Meine Sicht war die des Professor Doktor Johannes Hornoff. Das war für mich auch das erste Mal so an eine Buchvorstellung ranzugehen, aber es hat mir viel Spaß gemacht, mich in eine Figur hineinzudenken.


Klappentext
„Es waren die Krähen, viele Krähen, sie waren überall!“, flüstert ein kleines Mädchen, als bei einer brutalen Mordserie eine weitere Frauenleiche in einer Kapelle entdeckt wird. Die Polizei ist sich sicher, dass sie bei ihrer vorletzten Ermittlung gepatzt hat. Statt des Serienkillers haben Karl Breuer und sein junger Kollege Lars Böhm einen Unschuldigen verhaftet. Der Fall „Die Gehängte“ wird neu aufgerollt. Als dann noch ein junges Mädchen verschwindet, holt Karl Breuer den Psychologen Doktor Hornoff zur Hilfe, denn der Modus Operandi des Mörders lässt darauf schließen, dass der Gesuchte die Taten nicht aus purer Mordlust ausübt - ihn treibt etwas anderes an. Der Mörder achtet penibel darauf, den Tatort nicht zu verunreinigen, und gleichzeitig hinterlässt er fast schon bewusst seine DNA. Was haben die Krähen und ein rotes Kleid mit den Morden zu tun? Diese Fragen stellt sich Johannes Hornoff. Er muss schnell handeln, denn er kann auch Sonja, seine Frau, seit mehreren Tagen nicht erreichen. Sie passt genau in das Beuteschema des Mörders...

Das Cover
Das Cover wird von einer großen Eule eingenommen, die dem Leser direkt ins Auge blickt. Ihr Blick hat etwas leicht bedrohliches und er brennt sich ein. Das Cover ist dunkel gehalten, was aber sehr gut zum Genre Thriller passt. Die Schrift ist gut lesbar und unterstreicht den Titel zusätzlich, da das T ein Kreuz ist.

Meine Meinung
Ich bin ein großer Thrillerfan und doch brachte mich dieses Buch an meine Thrillgrenzen. Noah Fitz hat mir da doch ein wenig übertrieben und einige sehr brutale Szenen geschrieben. Besonders die Passagen mit dem Herren der Krähen waren mir zu "hart". Ich habe mich da leider sehr schwer getan, obwohl das sonst so gar nicht meine Art ist.
Dies ist mein erster Hornoff-Roman, aber ich werde mir auch noch die ersten Teile ins Haus holen. Ich hoffe, dass ich dort auf weniger Brutalität treffen werde. Was das Buch für mich aber sehr spannend gemacht hat, waren die anderen Charaktere. Hornoff ist ein relativ kaputter Charakter, der sich aber im Laufe des Buchs meine Sympathien erarbeitete. Ich mag die Art und Weise, wie er ermittelt. Das habe ich so noch nicht gelesen bisher.
Noah Fitz hat sich für eine interessante Erzählart entschieden. Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder zwischen Hornoff, dem Herren der Krähen und Mia. Sehr passend gewählt, wie ich finde, da man so viele verschiedene Einsichten bekommt und sich auch von der Brutalität einzelner Szenen "erholen" kann.
Für mich eine Spur zu Hardcore, daher muss ich leider zwei Herzchen abziehen. Aber ich werde mich wie gesagt noch an die Vorgängerthriller ranmachen, da mir der Ermittler Hornoff gut gefallen hat.

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