Sonntag, 26. November 2017

[Rezension] Zwei fast perfekte Schwestern

Zwei gegensätzliche Schwestern



Seitenanzahl: 416
Verlag: Knaur TB
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 1. August 2017
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Nachdem ich am 15. November die Blogtour rund um dieses Buch beginnnen durfte, folgt heute noch meine Rezension dazu. An dieser Stelle möchte ich mich bei Sonja von Buchreisender für die Tour bedanken. Es macht immer wieder Spaß mit dir zusammen zu arbeiten.


Klappentext
Seit ihrer Kindheit bewundert die Lektorin Stephanie Lenz ihre ältere Schwester Lily, die bei der Verteilung des elterlichen Genguts eindeutig das bessere Los erwischt hat. Lily ist schön, beliebt und hat einen tollen Mann geheiratet. Stephanie fühlt sich dagegen oft vom Alltag überfordert.
Wie rettet man sich zum Beispiel vor der Liebeserklärung seines neuen Chefs, ohne die Karriere zu ruinieren? Stephanie hat eine scheinbar geniale Idee: Sie behauptet einfach, sie sei lesbisch. Zum Glück steht Lily als Begleitung für die Firmenfeier bereit. Als ›Vorzeige-Lesbe‹ des Verlags läuft es beruflich ausgezeichnet für Stephanie, bald darf sie den Bestseller-Autor Bernhard Otto betreuen. Der ist ihr nur dummerweise unerwartet sympathisch, und dann fällt auch noch Alibi-Partnerin Lily aus, deren Leben sich nach dem Fremdgehen ihres Mannes im freien Fall zu befinden scheint.

Das Cover
Auf der einen Seite finde ich das Cover passend, da man direkt die Silhouetten von zwei Frauen darauf erkennen kann. Die beiden sitzen Rücken an Rücken. Das spiegelt die ganzen Gegensätze der beiden sehr gut wider. Auf der einen Seite könnten sie unterschiedlicher nicht sein, auf der anderen Seite sind sie doch miteinander verbunden.
Leider gefällt mir die Farbwahl des Covers nicht besonders gut. Das leichte Pastellgelb gefällt mir sehr gut. Aber die Blumen sind mir etwas zu kräftig und stehlen den Frauen ein wenig die Show. Auch sind mir die Silhouetten der beiden Frauen zu kräftig und aufdringlich in diesem Rot. Ich hätte hier eine andere Farbe gewählt.

Meine Meinung
Dies ist mein erstes Buch der Autorin. Ich habe mich schnell wohl mit ihrem Buch gefühlt und auch der Schreibstil überzeugte mich schon nach wenigen Seiten. Mir kam es vor, als wolle die Autorin mich sanft in ihr Buch einladen. Sie hat eine schöne beschreibende Art und machte es mir sehr leicht ihre Charaktere kennen zu lernen.
Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden Frauen geschildert. Die beiden kommen abwechselnd in unterschiedlichen Kaptiteln "zu Wort".
Lily und Stephanie waren mir beide von Anfang an sympathisch. Auch wenn die beiden sehr unterschiedlich sind, so gleichen sie sich doch in der ein oder anderen Weise. Beide finden, dass die andere doch bestimmt viel glücklicher sei und wünschen sich das jeweils andere Leben. Auch vergleichen sie sich oft miteinander. Dennoch kommen die beiden gut miteinander aus.
Die Thematiken der Geschichte sind unter anderem familiäre Bindungen und Beziehungen und einer Art Selbstfindung zu tun. Denn die beiden sind nicht glücklich mit ihrem Leben, schließlich läuft doch einiges schief und absolut unerwartet. Auch ein gewisser Charme und Humor kommen in dem Roman nicht zu kurz. Wer erzählt schon seinem Chef er sei lesbisch, nur um aus einer unangenehmen Situation zu entkommen?
Das Buch hat mich gut unterhalten. Ich hätte mir mehr geschwisterliche Interaktion zwischen den beiden Frauen gewünscht. Ich habe nicht diese Tiefe gesehen, die ich mir in der Beziehung der beiden vorgestellt habe. Auch passierten mir einige Situationen zu schnell und einige Emotionen, die mehr Aufmerksamkeit verlangt hätten, kamen zu kurz.
Trotzdem ist es eine leichte Lektüre, die durch Charme, Witz und einen schönen Schreibstil überzeugen konnte. Die Blumen, die auf dem Cover zu finden sind, finden sich auch auf den Kapitelanfängen wieder. Das finde ich sehr schön gelöst, da es die Anfänge auch bildlich markiert.
Wer also auf der Suche nach einer leichten Lektüre mit wenig Tiefgang und Happy End sucht, der ist bei diesem Buch wirklich richtig.

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