Samstag, 18. November 2017

[Rezension] So weit uns Träume tragen

Für alle Fans von Titanic-Geschichten



Seitenanzahl: 160
Verlag: Nova MD
Preis: 3,99 €
Genre: Roman
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 3. November 2017
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Ich durfte dieses Buch bereits im Rahmen der Romancewoche vorstellen. Der Roman erschien im Mai diesen Jahres, wurde aber wohl mit einem Verlag noch einmal neu aufgelegt, so dass das neue Erscheinungsdatum der 03. November 2017 ist.
Ich habe das Buch kurz nach der Vorstellung gelesen, komme leider aber erst jetzt dazu die Rezension zu verfassen.


Klappentext
„Man nennt die Titanic auch das Schiff der Träume.“ Der Steward verbeugte sich. „Ich bin mir sicher, am Ende unserer Reise werden Sie mir zustimmen.“
Frühjahr 1912: Die Schauspielerin Paula hat ihr Erbe ausgeschlagen, um auf der Bühne zu stehen. Gemeinsam mit der Kostümbildnerin Luise erobert sie die Berliner Theaterwelt im Sturm. Doch von einem Tag auf den anderen stehen die Freundinnen vor dem Nichts.
Letzte Rettung ist das großzügige Geschenk eines amerikanischen Verehrers: ein Erste-Klasse-Ticket für die Titanic. An Bord des eleganten Luxusdampfers findet Luise ihr Glück mit dem Steward Leonard, während Paulas Verehrer Ferdinand von Fahlbusch einen perfiden Plan verfolgt …
Wird das als unsinkbar geltende Schiff die Freundinnen wirklich nach New York und in ein besseres Leben führen?

Das Cover
Allein das Cover ist zum Dahinschmelzen. Da hat sich jemand wirklich sehr viel Mühe damit gegeben! Das Cover strahlt eigentlich genau das aus, was ich versucht habe zu beschreiben: Diesen Zauber.
Die Frau, die dort abgebildet ist trägt die typische Kleidung für diese Zeit. Unweigerlich muss ich an den Film denken. Der Himmel ist bestückt mit vielen Sternen und ein rosaner Hauch schwebt über den Eisbergen. Ein magischer Moment, der wirklich sehr schön auf diesem Cover festgehalten wurde. Vom Horror und den großen noch kommenden Leiden keine Spur. Einfach nur der süße Zauber...

Meine Meinung
Christiane Lind hat hier eine wirklich mitreißende, spannende und herzerweichende Geschichte rund um die Titanic geschrieben. Sie schafft es nicht nur den Zauber des Schiffs einzufangen und prachtvoll zu beschreiben, sondern schildert auch die schockierenden Untergangsszenen mit einer erschreckend realen Art und Weise. Ich wurde an die wunderbare James Cameron Verfilmung erinnert, die die Szenerie schon unfassbar real dargestellt hatte. Dieses Buch rief mir die Bilder wieder in den Kopf. Die Autorin hat die Szenen wirklich sehr detailliert beschrieben und mich damit in den Bann gezogen. Parallelen zum Film sind durchaus vorhanden, aber das ist natürlich logisch - schließlich geht es um das gleiche historische Geschehen.
Die Hauptcharaktere Luise und Paula sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Es sind zwei wirklich entzückende junge Frauen, die sich durch die Überfahrt einen Neuanfang versprechen. Für Luise mag das vorerst auch zutreffen. Sie lernt den Steward Leonard kennen und verliebt sich in ihn. Paula hingegen wird von ihrem Stalker-Verehrer aus Berlin verfolgt. Ferdinand von Fahlbusch - die Autorin hat das geschickt gemacht. Allein der Name verursacht unbehagen bei mir.
Geschickt verwebt die Autorin ein historisches Ereignis und seine unfreiwilligen Teilnehmer mit einer fiktiven Geschichte um Paula und Luise. Dies gelingt ihr meiner Meinung nach sehr gut. Ich war ganz verzaubert von den prachtvollen Beschreibungen der Titanic, aber auch gefesselt, schockiert von den tragischen Untergangsszenen. Dabei verpasst sie es auch nicht Emotionen im Leser zu wecken. Sei es die Hoffnung auf das Überleben der beiden Frauen oder die Liebesgeschichte zwischen Leonard und Luise.
Natürlich gibt es auch in dieser Geschichte viele kleine Nebencharaktere, die natürlich nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Auch der Klassenunterschied, der teilweise auch für den Tod vieler 3. Klasse-Passagiere verantwortlich ist, wird hier sehr deutlich und gut aufgezeigt.
Ein wundervoller Roman, in dem weder die Tragik des Ereignisses, noch die Liebe zu kurz kommt. Auch die prachtvollen Umschreibungen des Schiffs sind gut gewählt.
Ein muss für alle Titanic-Fans.

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