Sonntag, 26. November 2017

[Rezension] Rosenblütenträume

Zwei starke Frauen in einem Kampf zwischen Puderquasten.



Seitenanzahl: 640
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 18. April 2016
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
Glückliche Ehe, perfekte Karriere – Bianca Bailey hat alles richtig gemacht. Charmant, aber unbeugsam bringt sie Firmen, die in Schieflage geraten sind, wieder auf Kurs. Ihr neuester Auftrag: das altehrwürdige „House of Farrell“, eine exklusive Kosmetikmarke. Bianca soll hart durchgreifen und die ehemalige Chefin Athina Farrell ins Abseits manövrieren. Doch bei Athina beißt Bianca auf Granit. Was sie zuerst für ein kleines Scharmützel zwischen Blütenduft und Rosenpuder hielt, entwickelt sich zum leidenschaftlichen Kampf zweier großer Frauen und derer Familien um Macht, Privilegien und Geheimnisse. Ein Kampf, der auch Biancas Privatleben heftig erschüttert ...

Das Cover
Dieses Cover bedeutet für mich Ästhetik pur. Wunderschöne rosa Rosen zieren das Cover. Sie schwimmen in Wasser oder stehen in einer Vase. Auch weiße Blüten befinden sich am oberen äußeren rechten Rand, welche aber farblich auf dem hellen Grund etwas untergehen. Ein Teil der Londoner Stadt, nämlich die berühmte Westminster Abbey mit Big Ben, wurde mit einer wunderschönen Bleistiftzeichnung gekonnt in das Cover integriert. Ein rundum gelungenes Cover, das eindeutig zum Coverkauf verleitet. Außerdem ist es rosa!

Meine Meinung
Penny Vincenzi begrüßt die Leser mit einer kleinen gezeichneten Rose am Beginn jedes neuen Kapitels. Das verleiht dem Buch einen schönen persönlichen Touch. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Dadurch ist das Buch sehr leicht und flüssig zu lesen. Keine komplizierten Schachtelsätze, keine zu ausschweifenden Beschreibungen. Ehe ich mich versah hatte ich die ersten 100 Seiten gelesen.
Bianca war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist eine starke Frau, die einen harten Job hat. Da muss man eben auch mal Stärke zeigen und darf sich von niemandem runtermachen lassen. Das strahlt sie auch aus und wirkt so teilweise auch etwas kaltherzig. Ich finde aber nicht, dass das dem Charakter einen Abbruch tut. Ich mag sie einfach. Durch ihre starke Art ist sie mir schnell ans Herz gewachsen.
Ihre "Gegnerin" Athina hingegen gefiel mir etwas weniger. Allein ihr Name war mir schon etwas zu speziell. Doch es sind beides sehr willensstarke Frauen, die für das kämpfen, was sie wollen. Da muss man sich auf den ein oder anderen Zickenkrieg gefasst machen. Das können die beiden aber wirklich gut. Die kleinen Streitigkeiten haben der Geschichte aber eher zugespielt, als dass sie nicht dazu passten. Stattdessen unterstreichen sie die Glaubwürdigkeit des Buchs.
Neben dem Hauptstrang um Athina und Bianca gibt es noch viele weitere kleine Handlungsstränge, die dem Buch eine runde Note geben. Sie versüßen die Geschichte auf eine schöne Art und bringen zusätzliche Spannung mit. Schließlich geht es in dem Buch nicht nur um die beiden Widersacherinnen. Schließlich nehmen auch die Familien der beiden Frauen eine große Rolle ein und auch die allseitsgeliebten Geheimnisse kommen nicht zu kurz. Doch dazu möchte ich nichts verraten. Es soll ja noch spannend bleiben ;)
Besonders gut hat mir gefallen wie die Autorin das Managen von Familie und Beruf darstellte. Dies unterstrich noch einmal die charakterliche Stärke von Bianca. Leider empfand ich das Ende des Buchs ein wenig langatmig und zu ausgedehnt. Hier hätten es ein paar weniger Seiten auch getan.
Die Autorin hat einen Roman geschaffen, der durch starke Charaktere, interessante Nebenhandlungen und einen insgesamt guten Plot überzeugen konnte. Ein leichter Roman, der sich gut lesen lässt und nicht zu viel Aufmerksamkeit von seinem Leser fordert.

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