Samstag, 11. November 2017

[Rezension] Löwenblut

Konradin von Hohenstaufen



Seitenanzahl: 376
Verlag: Books on Demand
Preis: 6,99 €
Genre: Historischer Roman
Einband: Ebook
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2017
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Ja
*Rezensionsexemplar*





Monika Pfundmeier hat mit ihrem historischen Roman Blutföhre den Deutschen Selfpublishing-Preis 2017 gewonnen. Dieser wurde bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse verliehen. Leider konnte ich dieses Jahr nicht daran teilnehmen. Nominiert waren 27 Titel - ein Buch spannender, romantischer oder interessanter als das andere. Ich freue mich sehr, dass ich euch heute meine Meinung zum zweiten historischen Roman von Monika Pfundmeier mitteilen kann.


Klappentext
Glaube ist ein Ruder, das durchs Meer des Lebens lenkt. Wer das Steuerrad in Händen hält, bestimmt den Kurs.

1268 nach Christus: Im Heiligen Römischen Reich ruht alle Hoffnung auf Frieden auf dem sechzehnjährigen Konradin. Er ist ein begnadeter Stratege und der Letzte aus dem Kaisergeschlecht der Staufer. Unter seiner Regentschaft könnte eine neue Zeit anbrechen. Dem Löwenwappen seiner Familie folgen Volk, Adel und die Bewahrer des alten Germanenglaubens - darunter die einflussreiche Cäcilia. Sie steht zwischen den Traditionen des alten Glaubens und der Liebe zu einem Ritter.
Die Kirche und die Anhänger des Christentums wollen Konradin und seine Anhänger vernichten. Sie verbünden sich mit dem grausamen Charles d'Anjou. Der Tag der entscheidenden Schlacht rückt näher. Der Papst und Charles d'Anjou sind gewillt, jedes Mittel gegen den Konradin, den rechtmäßigen Thronfolger, einzusetzen.

Das Cover
Die beiden Cover sehen bestimmt im Bücherregal nebeneinander ganz super aus. Die beiden Cover ähneln sich sehr, was ich aber gut finde, da sie sich in den entscheidenden Punkten unterscheiden.
Die Farbgebung von Löwenblut gefällt mir sehr gut. Der Löwe steht zentral im Cover und im Hintergrund kann man eine Art Siegel sehen. Dieses ist das gleiche Siegel wie beim Vorgängerroman. Die Blumenumrandung rundet das Cover sehr schön ab, lenkt aber nicht vom Blut im Ö ab, der auf einen blutigen Inhalt hindeutet
Ich finde das Cover rundum gut und würde mir das Buch auch allein aufgrund des Covers kaufen, da es mir einfach gut gefällt.

Meine Meinung
In jedem Kapitel wechselt die Sicht der Charaktere, was dem Leser einen sehr umfangreichen Einblick in die Gedanken und Geschichten hinter den Charakteren ermöglicht.
Dies bringt Spannung und auch Abwechslung in den Roman. Ich lese wirklich sehr gerne historische Romane, allerdings hat Monika Pfundmeier einen sehr eigenen Schreibstil, an den ich mich erst einmal gewöhnen musste. Die Sprache ist teilweise sehr "alt", was natürlich hervorragend zu diesem historischen Roman passt. Da ich zuvor allerdings einen leichten Liebesroman gelesen hatte, fiel mir der Einstieg etwas schwer. Dennoch konnte mich der Stil nach einer Eingewöhnungsphase überzeugen. Schließlich fühlt man sich der Geschichte so näher und wird leicht von ihr eingeschlossen. Lange bildhafte Beschreibungen erwiesen sich hierbei leider etwas müßig und ich war beinahe verleitet etwas zu blättern. Diese Beschreibungen hätten in meinen Augen gerne etwas kürzer ausfallen können.
Die Charaktere sind teilweise sehr unterschiedlich und haben alle mit spannenden Geschichten und Schicksalen zu kämpfen. Die Protagonistenbeschreibungen kommen hier nicht zu kurz und ich habe mich schnell an die einzelnen Charaktere gewöhnt. Die Hauptfigur Konradin gefiel mir gut. Er sieht sich einem mächtigen und großen Widersacher gegenübergestellt und so beginnt der Roman mit einem tollen Einstieg. Konradin und sein Jugendfreund Friedrich geraten allerdings in Gefangenschaft.
Monika Pfundmeier hat sich spannende und gut recherchierte Handlungsstränge herausgesucht. Ich leide unter der sogenannten Google-Krankheit. Natürlich habe ich einige der Protagonisten gegooglet und war begeistert zu sehen, dass ihre Existenz historisch belegt ist.

Für mich ein nicht ganz einfacher Roman. Doch es lohnt sich sehr, ihn zu lesen. Ich bin begeistert von der historischen Recherche und freue mich sehr auf weitere Werke. Wobei ich dann zuvor keinen leichten Roman lesen werde, um mir den Einstieg zu erleichtern. Doch genau dieser Schreibstil verleiht dem Werk eine gewisse Authentizität.

Kommentare:

  1. Hallo Tami,
    ich habe das erste Buch "Blutföhre" der Autorin gelesen und obwohl uch viele historische Romane lese, tat ich mir anfangs auch etwas mit dem Schreibstil schwer. Doch man kommt schnell hinein und danach hat micr das Buch sehr gut gefallen! Auf Teil 2 warte ich noch bis es als Taschenbuch erscheint.
    Liebe Grüße
    Martina
    https://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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    1. Liebe Martina,
      ich werde mir den ersten Teil auf jeden Fall auch noch holen. Es dauert leider wirklich ein bisschen, bis man "drin ist". Aber dann ist es umso schöner weil es dem Buch einfach Authentizität verleiht.
      Schreib mir unbedingt, wie dir Löwenblut gefallen hat, wenn du es gelesen hast.
      Liebe Grüße
      Tami

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