Dienstag, 28. November 2017

[Rezension] Ein französischer Sommer

Clare und Luc - eine wunderschöne Sommerliebe.



Seitenanzahl: 416
Verlag: Diana Verlag
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 13. November 2017
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*





Klappentext
1911. Die junge Clare wird nach dem Tod ihres Vaters von Schottland nach Frankreich geschickt. Allein in der Fremde findet sie Trost bei Luc, dem Sohn ihrer Gastgeber. Gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer – bis Clare erneut aus ihrer Welt gerissen wird. Jahre vergehen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrt. Doch der Krieg hat Lucs Leben unwiderruflich verändert. Ist die Liebe jenes Sommers stark genug, um wieder zueinanderzufinden?

Das Cover
Ein wunderschöner Garten und eine verträumte junge Frau stehen im Zentrum des Covers. Alles wirkt romantisch und verträumt, selbst die ineinander verschlungenen Haare der Frau. Ich finde das Cover wirklich zauberhaft. Es hat für mich alles, was ein gutes Cover haben sollte. Es ist ein echter Hingucker und für mich als Ästhetikfan ein absoluter Coverkauf-Kandidat.

Meine Meinung
Als ich den Klappentext zum ersten Mal las, musste ich sofort an Mary, die Königin von Schottland und Francis, König von Frankreich denken. Ich bin immer noch ein wenig "Reign"-verliebt, daher musste diese Assoziation wohl kommen.
Als Clare in Frankreich ankommt, ist sie sehr durcheinander. Zum einen lernt sie die Schönheit Frankreichs kennen, welches sie unweigerlich mit ihrem Schottland vergleicht. Zum anderen ist sie überwältigt von der tiefen Trauer nach dem Verlust ihres Vaters. Einzig und allein Luc, der Sohn ihrer Gastgeberfamilie, kann zu ihr durchdringen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen zwei jungen Menschen, die aneinander festhalten, als die Welt erneut zusammenbricht.
Clare wird erneut aus ihrem Umfeld gerissen und in die Welt hinausgetragen. Luc tritt den Kriegsdienst an. Doch die beiden bleiben in Kontakt. Sie schreiben einander Briefe. Diese Briefe beinhalten ein komplettes Kapitel, in dem es außer den Briefen keine weiteren Szenerien gibt. Das gewährt dem Leser den tiefsten Einblick in die Beziehung der beiden. Sie schreiben über das, was passiert, aber auch über ihre Freundschaft und deuten dabei immer öfter Gefühle füreinander an. Doch nach und nach werden die Briefe weniger.
Die Kapitel des Buches sind abwechselnd aus der Sicht von Clare und Luc geschrieben, welches dem Leser einen detaillierten Blick für die Gefühle der beiden vermittelt. Auch der Schreibstil von Jessica Brockmole ist sehr interessant, aber leicht zu lesen. Sie gewährt dem Leser auf eine einzigartige Weise Einblick in die Gefühlswelten ihrer liebenswerten Charaktere. Diese hat sie mit vielen Detaills und interessanten Interessen ausgestattet. Beide Charaktere haben eine Art, die man einfach lieben muss. Sie kämpfen mit der Welt und sind dennoch sehr sympathisch für den Leser.
Der Krieg fordert Opfer von allen Figuren aus Jessica Brockmoles Buch. Dennoch hat sie es geschafft eine Geschichte zu kreiiren, die eine wunderschöne Sommerliebe zum Erblühen bringt. Als Leserin war ich gefangen in den Seiten, konnte mich nicht von ihnen losreißen - wollte nicht, dass es endet. Und dennoch ist es zu Ende gegangen. Mit einem schönen Ende. Einem Ende, mit dem ich zufrieden bin. Übrigens: Die Autorin hat eine Anmerkung verfasst, in der geschrieben steht, dass zumindest das Ende auf einer wahren Begebenheit beruht. Ich liiiebe sowas.

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