Dienstag, 18. April 2017

[Im Kopf eines Bücherwurms] Buchliebenetz #3

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Hallo ihr netten Leutchen!

Erst mal eine Warnung vorab: Ich bin nicht Tammy. Die ist nämlich heute auf dem Blog von Nicole unterwegs, weil wir vom Buchliebenetz beschlossen haben, uns gegenseitig Gastartikel zu schreiben. So kommt es also, dass ich jetzt hier bin und euch gleich meinen deutschen Lieblingsautor vorstelle.

Bevor ich aber zu diesem tollen Mann komme, der mit Worten super umgehen kann, stelle ich auch mich selbst noch mal kurz vor, damit ihr wisst, mit welcher schrägen Person ihr es heute zu tun habt. Ich bin also Tabea. Ein ziemlich klein gebliebenes Mädchen von 18 Jahren, dass gerade dual Maschinenbau studiert und nebenbei seit vier Jahren den Blog Habutschu betreibt. Tausende von Spitznamen habe ich angesammelt, meine Augen sind nicht gleichfarbig, ich liebe Ponys allgemein und mein eigenes noch viel mehr. Furchtbar kindisch und albern sein kann ich aber auch gut. Achja, und glücklich bin ich auch – zumindest so in der Grundstimmung durchgehend, seit meinem letzten Schultag auf dem Gymnasium im letzten Sommer.

Tja, und ich lese eben ab und zu gern – könnt ihr euch vielleicht schon denken. Daher ist es also an der Zeit, David Safier vorzustellen, denn der ist mein deutschsprachiger Lieblingsautor.

*Die Rechte an diesem Bild gehören Tabea von Habutschu.com*
Warum David Safier?

Gute Frage. So richtig lange kenne ich seine Bücher noch gar nicht, denn auf ihn aufmerksam wurde ich erst, als meine Stiefmutter mir das Buch "Mieses Karma hoch 2" zu Weihnachten schenkte. Oder war es einer von meinen Geburtstagen? Keine Ahnung. Jedenfalls begann ich also vor ungefähr 1,5 Jahren oder vielleicht auch erst einem Jahr damit, dieses Buch zu lesen. Witzig geschrieben war es; die Handlung einfach völlig anders als all das, was ich sonst lese. Ich meine, wer liest schon regelmäßig Bücher über Leute, die als Tiere wieder geboren werden?

Jedenfalls fand ich das Buch so gut, dass ich den ersten Teil davon auch noch las. Er war mindestens genauso gut!

Als meine Schwester dann mitbekam, dass ich die Bücher gelesen hatte, empfahl sie mir "Muh!". Auch von David Safier - und geschrieben aus der Sicht einer Kuh! Perfekt sozusagen, denn auch hier kam der Humor nicht zu kurz; das Buch las sich locker weg. Und mal zu überlegen, wie eine Kuh so lebt, wenn auch auf nicht allzu ernste Weise, hat einfach was für sich. Vielleicht kann man das als spielerischen Versuch des Autors werten, auf Tierschutz aufmerksam zu machen?

Ich war nun also überzeugt von David Safier und schrieb weitere seiner Werke auf meine Leseliste. Vor kurzem begegnete mir dann in der Bücherei „Happy Family“ und ich musste es sofort mitnehmen. So viel steht nämlich fest: Wer lustige, leichte und gut lesbare Geschichten mit ungewöhnlichen Handlungen schreibt, der hat Potential zu meinem Lieblingsautor zu werden. David Safier hat aber nicht nur Potential, nein, er gewinnt für mich wegen seiner Kreativität, seinem Schreibstil und seiner Lebenseinstellung den Titel "Tabeas Lieblingsautor".

Nur, um euch noch mal kurz den wundervollen Schreibstil von David Safier zu zeigen, habe ich mir letztens sogar ein Zitat rausgeschrieben, als ich mal wieder eins seiner Werke las:

Zitat: "Nun", versuchte ich, es ihm schonend beizubringen, "wir haben ja schon einen ziemlichen Altersunterschied. Du bist 3000, ich bin fünfzehn ..." Seite 247, Happy Family

Da musste ich schon kurz schmunzeln: Wir regen uns ab und zu über 3-4 Jahre Altersunterschied in Beziehungen auf, weil zwischen 15 und 18 Jahren eben Welten liegen, aber die alte Mumie will eine Teenagerin heiraten. Ähm, ja, da hat das Problem dann ganz neue Dimensionen ;)

*Die Rechte an diesem Bild gehören Tabea von Habutschu.com*
Wer ist David Safier eigentlich?

Nachdem mir nun klar war, dass David Safier mein Lieblingsautor, zumindest in der deutschsprachigen Literatur ist, wollte ich gern ein wenig mehr über ihn wissen. Also habe ich mal gegoogelt und euch hier ein paar Rahmendaten zusammengefasst.

Der gute Herr ist Familienvater, mit ca. 50 Jahren auch noch gar nicht so alt. Er lebt in Bremen. Achja, ein Hund wohnt auch bei ihm – ob der wohl manchmal ebenso wie Ehefrau und die beiden Kinder Inspirationen liefert?

Jedenfalls hat David Safier mal ein eine Ausbildung zum Journalisten gemacht, aber sich nach ein paar redaktionellen Erfahrungen im Radio und im Fernsehen dem Schreiben von Drehbüchern gewidmet. 2007 ging es dann auch mit den Romanen los – ein Glück! Ganze acht Stück von diesen hat der rowohlt-Verlag inzwischen von David Safier zu bieten – die Hälfte habe ich also gelesen, sodass ich mich noch auf vier weitere freuen kann.

Besonders gut gefällt mir seine Lebenseinstellung, denn die ist durchaus positiv und optimistisch. Das merkt man allein schon daran, dass er es ablehnt, bitterböse Charaktere in seinen Werken zu kreieren. So bekommt jeder Bösewicht, auch Dracula, doch noch ein paar freundliche Züge.

Die Stiftung

Dank seiner positiven Lebenshaltung hat er wohl auch 2010 seine eigene Stiftung gegründet. Angelehnt an die Bücher „Mieses Karma“ und „Mieses Karma hoch 2“ dient sie dazu, gutes Karma zu sammeln. Die gesammelten Gelder werden verwendet, um Bildungsprojekte auf der ganzen Welt zu fördern – ein wunderschöner Ansatz finde ich. Gerade, wenn man sich als Autor solcher Beliebtheit erfreut, kann man ja vielleicht einige Menschen erreichen, und Bildung ist sowieso immer wichtig und sollte unterstützt werden!

Aktuell wird z.B. in Nepal eine Schule errichtet, für 700 Kinderlein. Stellt euch das vor: 700 Kinder haben damit eine Chance auf ein vernünftiges Leben mit angemessen bezahltem Job!! Super ist außerdem, dass man als Spendender sehen kann, was man mit seiner Spende ermöglicht, denn auf einer Seite der Stiftung (http://www.davidsafier.de/gutes-karma-stiftung-spenden.html) wird gezeigt, wie viel die einzelnen benötigten Dinge kosten. Wer hätte gedacht, dass 20 Euro für ein Set Bücher reichen, wo man hier in Deutschland dafür nur mit Glück ein einziges Schulbuch erhält?

*Die Rechte an diesem Bild gehören Tabea von Habutschu.com*
Absolut eine gute Idee von David Safier, seine Berühmtheit für sowas zu nutzen. Deswegen weist er auch am Ende seiner Bücher, wie du auf meinem dritten Foto sehen kannst, auf diese Stiftung hin, damit seine Leser von ihr erfahren.

Sehr sympathisch ist aber auch, dass David Safier zugibt, wie gut es ihm selbst tut, dass er mit dieser Stiftung hilft. Gutes zu tun sorgt eben dafür, dass nicht nur anderen Menschen geholfen ist, sondern man sich selbst ebenfalls besser fühlt… man kann es einfach nicht leugnen ;)

Also, so alles in allem, scheint David Safier ein ziemlich netter Mann zu sein, der an das Gute glaubt und unheimlich viel Talent zum Schreiben hat. Zumindest ist das meine Meinung, denn ich liebe seine Bücher und werde auch noch die restlichen mit größter Freude verschlingen, da bin ich mir sicher.

Habt ihr auch schon mal was von David Safier gelesen?


Kommentare:

  1. Ein super ausführlicher Beitrag, da kann man wirklich nach vollziehen, weshalb du seine Bücher so gerne liest :) Ich hatte die Bücher auch schon des Öfteren in der Hand, aber für mich ist dieses Genre einfach nix, obwohl ich seine Idee dahinter wirklich spannend finde :)

    Liebst, Aileen <3

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    1. Seine Werke können ja auch nicht jeden begeistern, aber ich brauche eben im stressigen Alltag ab und zu etwas, was sich so locker lesen lässt.
      Danke für das Kompliment zum Beitrag!

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  2. Ein sehr schöner Beitrag Tabea und ich finde es wirklich klasse, dass der Autor sich auch sozial engagiert und eine eigene Stiftung hat. Seine Bücher habe ich bisher aber noch nicht gelesen, weil sie mich thematisch einfach nicht ansprechen. Ist lesetechnisch einfach nicht mein Genre, auch wenn die Idee dahinter definitiv super ist, weil es mal was anderes und Neues ist.

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