Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Rezension] Die Holunder Schwestern - Teresa Simon

Ein Buch in Verbindung mit Essen. Yummy!



Seitenanzahl: 512
Verlag: Heyne
Preis: 9,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2016
Wertung: ♥♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*






Bereits im August habe ich an einer Blogtour zu diesem Buch teilgenommen. Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft, die Rezension abzutippen. Notizzettel über Notizzettel - doch sie schreibt sich einfach nicht von alleine. Doch jetzt habe ich ein wenig Urlaub und kann mich wieder dem Schreiben von Rezis widmen...


Klappentext
München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?

Das Cover
Das Cover mag ich sehr gerne und das Buch wäre für mich definitiv ein Coverkauf geworden. Ich mag Blumen sehr gerne und davon gibt es auf dem Cover genug. Für mich spricht das Cover von Sommer und versprüht einen gewissen Charme. Es ist in schönen und warmen Farben gestaltet und macht sich hervorragend im Bücherregal!

Meine Meinung
Das Buch behandelt eine Familientragödie, immer wieder bekommen wir kleine Häppchen der Geschichte zugeworfen. Verpackt sind diese in wunderbar klingende Gerichte. Essen? Aber ja doch, im Buch selbst finden sich zahlreiche Rezepte für die Gerichte, die Fanny im Laufe des Buches kocht. Hmmm, da lief mir doch glatt beim Lesen das Wasser im Munde zusammen.
Katharina lebt im Jahr 2015 und erhält von einem charmanten Engländer die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Hach, sowas liebe ich! Wir begeben uns also auf zwei verschiedene Zeitebenen. Zum einen sind wir bei Katharina, die sich nun durch die Tagebücher wühlt und viele Dinge über ihre eigene Familie herausfindet. Zum anderen begleiten wir Fanny auf ihrem spannenden Weg durch München in Form ihrer Tagebucheinträge. Das ist meiner Meinung nach eine sehr abwechslungsreiche und spannende Art und Weise eine Geschichte zu erzählen. Sie hält einen bei der Sache und man kann gar nicht erwarten umzublättern, da der Aufbau so spannend ist.
In den Tagebüchern wird die Beziehung zwischen Fanny und ihrer Zwillingsschwester Fritzi thematisiert. Diese ist manchmal ein wenig problematisch, aber doch sind beide sehr eng miteinander verbunden. Diese Verbindung ist geprägt von Liebe, Neid, Eifersucht, Vergebung und vielem mehr. Man kann gar nicht aufhören zu lesen, so viele Geheimnisse und Geschichten gibt es zu entdecken.
Während ihrer spannenden Zeit in München lernt Fanny - zum Teil durch ihre Arbeit als Köchin - Berühmtheiten kennen. Aus dem Deutschunterricht bekannt: Bertold Brecht (Erst letzte Woche eine Klausur über eines seiner Stücke geschrieben :D) oder Rainer Maria Rilke.
Teresa Simons Schreibstil ist sehr angenehm und man holpert nicht über einen komischen Satzbau oder sonstiges. Ich finde, dass sie toll schreibt und einen mit ihren Worten in den Bann zieht. Der Roman hat einen gut recherchierten historischen Hintergrund, so erlebt man das langsame Aufkommen der Nazizeit. Es geht nichts über gut recherchierte Romane.
Ein Buch, das man so schnell nicht aus den Händen legen kann. Die schönen Rezepte, die man auf dem Lesezeichen und auf den letzten Seiten findet, sind ein Schmankerl und ein weiterer Pluspunkt für das Buch. Es ist eine lebendige und realistische Geschichte, bei der man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen kann und die es einem leicht macht eben diese zu mögen!



1 Kommentar:

  1. Dieses Buch will ich mir auch unbedingt noch zulegen :) Habe sehr viel guter drüber gehört - und jetzt gelesen ;)

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