Freitag, 22. Juli 2016

[Rezension] Die Scheidungspapiere - Susan Rieger

Eine gute Idee, aber die Umsetzung?



Seitenanzahl: 640
Verlag: Goldmann
Preis: 12,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 14. September 2015
Wertung: ♥♥
Reihe: Nein
*Rezensionsexemplar*







Klappentext
Die 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung ... Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt.

Meine Meinung
Der Klappentext hat mich sofort gefesselt. Was für eine coole Idee. Ich glaube so ein Buch habe ich bisher noch nie gelesen. Heutzutage freut man sich bei dem großen Buchangebot über neue Ideen und Erfrischungen. Ich muss sagen, dass ich leider schwer enttäuscht wurde. Als ich das Buch aufschlug fand ich nicht den erwarteten witzigen Roman mit guter Story. Das Buch besteht komplett aus Emails, Briefen zwischen den Parteien und untereinander, Gerichtsbeschlüssen und Gesetzen. Himmel Hilf!
Das hatte ich wahrlich nicht erwartet. Zuerst war ich noch sehr gespannt, da ich dachte diese Briefe wären nur ein "Einschub" und zwischendrin würden noch "richtige" Texte mit Story folgen. Doch leider war das nicht der Fall. Versteht mich nicht falsch: Es gibt eine Story, die man zwischen den Zeilen lesen muss, die man sich aus den Briefen, Mails, etc. selbst zusammen setzen muss. Ich hätte mir mehr "richtige" Geschichte gewünscht.
Es ist ein Buch der etwas anderen Sorte, meiner Meinung nach sehr gewöhnungsbedürftig. Für mich war es schwer in die Geschichte reinzufinden. Man wird von einer Figur zur nächsten gezogen. Der Schriftverkehr kann verwirrend sein. Die Charaktere bekommen keine Tiefe, sind meiner Meinung nach nur recht oberflächlich beschrieben. Natürlich lernt man sie ein wenig näher kennen, da sie auch einige Details in den Mails (etc.) verraten, doch ich hatte nicht das Gefühl sie richtig zu kennen. Ich konnte mich mit keiner der Figuren identifizieren.
Kurzum ist es eine tolle Idee, die Umsetzung war jedoch überhaupt nicht mein Fall. Sollte ich mich aber jemals in den USA scheiden lassen wollen, glaube ich, dass ich meine Rechte kenne ;)

1 Kommentar:

  1. Vom klappentext her klingt das wirklich gut & hätte ich bestimmt auch gekauft. Aber der rest was du schreibst schreckt auch mich ab. Ich mag ja solche Bücher nicht die nur aus E-Mail & SMS besteht, dass erinnert mich immer an die ersten Staffelpages die in Dialog geschrieben haben. xD

    Lg Coline

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