Samstag, 9. Juli 2016

[Blogtour] Sherman's End

Archie und Hud - Das Interview



Seitenanzahl: 365 Seiten
Verlag: in Farbe und Bunt
Preis: 13,80 €
Genre: Dystopie
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2015








Hi meine Lieben,
heute habe ich ein Interview der besonderen Art für euch vorbereitet. Autoreninterviews kennen und lieben wir alle. Doch was ist mit den Figuren, die erschaffen werden? Außer in den Büchern kommen sie nie mehr zu Wort. Doch das soll sich heute ändern. Ich habe Hud und Archie, die zwei Hauptprotagonisten aus Sherman's End interviewt. Die beiden sind... wie sage ich das nun am besten? Speziell. Aber nun möchte ich nicht weiter um den heißen Brei reden und euch endlich das Interview vorstellen.
Herzlich Willkommen, Archie und Hud!

The Interview

Hud, du lebst in einer Welt, die fast vollkommen zerstört wurde. Die atomare Strahlung ist allgegenwärtig, es liegen Leichen herum und du musst dich jeden Tag durchschlagen. Wie schaffst du es an dieser Alltagssituation nicht zugrunde zu gehen?
Hud: Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wie ich es bis hierhin geschafft habe. Rücksicht kann man auf keinen nehmen. Man muss einfach ein bisschen tricksen und... skalpellos sein.
Archie: Skrupellos, Hud.
Hud: Wie auch immer.

Deine Tage sind gezeichnet von Drogendeals und dem ständigen Überlebenskampf, Hud. Du bist durch Zufall auf eine sonderbare Karte gestoßen. Sie zeigt dir den Weg zu „Sherman’s End“. Bitte erkläre meinen Lesern einmal, was du dir erhofft hattest dort zu finden.
Hud: Hier und da hat man einen von diesen Pilgern getroffen. Die haben pausenlos von Gold und Diamanten gesprochen, und von einem einfachen Leben. Ich wollte nicht mein Leben damit zubringen, von Siedlung zu Siedlung zu fahren. Das war natürlich genau mein Ding.

Immer wieder stößt du auf Dinge aus der Vergangenheit. Dein „Wunderding“ zeigt dir täglich neue Dinge, die du nicht verstehst: Textnachrichten, Songs… Was geht dir durch den Kopf, wenn du an die Vergangenheit denkst?
Hud: Mein Vater hat früher immer gesagt, dass das Alte Volk kurz davor war, den Tod selbst zu besiegen. Wenn jeder von denen so ein Wunderding in der Tasche hatte, glaube ich ihm das auch. Ich habe sogar noch ein wenig darin rumgekramt. Sag es nicht Archie, aber ich habe einen schmutzigen Film gefunden. Auf so einem kleinen Ding! Das nenne ich ein wahres Wunder.

Archie, du triffst Hud, schließt dich ihm an, begibst dich mit ihm auf die Suche nach „Sherman’s End“. Beschreibe meinen Lesern bitte deinen ersten Gedanken, als du diesen Dingo zum ersten Mal gesehen hast.
Archie: Was soll ich sagen? Der erste Eindruck mag einen trüben. Das lerne ich jeden Tag aufs Neue. Ich habe gelernt, jedes Menschenleben zu achten und niemanden zu verurteilen, ehe er sich nicht schuldig gemacht hat. Hud sah aber trotzdem von der ersten Minute an wie ein Vollidiot aus. Aber ein ganz besonderer und liebenswürdiger Vollidiot, oder Hud?
Hud: Ich bin halt majestätisch!

Ich glaube außerdem, dass sich meine Leser besonders für deine Fähigkeiten interessieren, Archie. Bitte erzähle uns mehr darüber. Welche Fähigkeit hättest du denn gerne, wenn du dir eine aussuchen könntest?
Archie: Wenn ich ganz ehrlich sein soll: Meine Fähigkeiten haben mir in meinem frühen Leben nichts als Leid gebracht. Jetzt erkenne ich vielleicht rückblickend an, dass ich mit ihnen den Menschen helfen kann... aber ich wünsche keinem, dass er ausgestoßen wird, nur weil er anders ist.

Wie kommst du in dieser verkommenen Welt zurecht? Was ist dein Geheimtipp, um in einer solch kaputten Welt zu überleben?
Archie: Wenn jeder von uns seinen Teil machen würde, wäre es keine „kaputte“ Welt mehr. Das habe ich mir schon lange zur Aufgabe gemacht.

Gibt es etwas, das du, Hud, – rückblickend – auf deiner langen Reise anders gemacht hättest?
Hud: Es... es gab da so eine Sache mit einer Kellnerin. Im Nachhinein war das wohl das Gruseligste, was mir je geschehen ist. Hätte nie mit ihr auf ihr Zimmer gehen sollen. Ich möchte wirklich ungern darüber reden. Aber... manchmal denke ich noch daran. Manchmal auch noch auf... schmutzige Art und Weise. Ich weiß nicht, ob mich das krank macht. Wahrscheinlich schon.

Wenn ihr den anderen in ein paar Worten beschreiben könntet, welche wären das? Was nervt euch am Meisten am anderen?
Hud: Archie ist ein Klugscheißer. Ist nun mal so. Er hat eigentlich einen Stock im Hintern, aber im Grummel genommen ist er ein toller Mensch.
Archie: Im Grunde genommen, Hud.
Hud: Siehst du?
Archie: Hud ist... gewöhnungsbedürftig. Wenn man genug Zeit mit ihm verbracht hat, wächst er einem ans Herz. Aber wenn man nicht gerade eng befreundet ist – und das ist nicht leicht zu erreichen – würde ich ihm nicht den Rücken zudrehen.

Du hast viele neue Wörter kennen gelernt. Welches neue Wort gefiel dir am besten? War es vielleicht Tohuwabohu?
Hud: Das Wort darfst du doch nicht sagen wenn ich trinke. Jetzt hab' ich mich mit Wasser vollgespritzt.

Archie, hast du dank Hud ein Lieblingslied gefunden? Das „Wunderding“ hat ja eine Menge ausgespuckt.
Archie: Wir haben stundenlang mit diesem Wunderding Musik gehört. Da waren die verschiedensten Köstlichkeiten des Alten Volkes zu finden. Die meisten haben mir überhaupt nicht gefallen, aber... wie heißt er noch? Bob Dolan?
Hud: Bob Dylan, Archie. Damit hast du mich zu Tode genervt.
Archie: Danke. Bob Dylan mag ich sehr gern. Beruhigende Musik. Erreicht mich an das, was Mia macht. 'I Shall Be Released', so hieß glaube ich das Lied, das Hud immer wieder anmachen musste.

11. Zum guten Schluss: Was ist das schlimmste, das euch auf eurer langen Reise passiert ist?
Hud: Ein Wort: Kellnerin.
Archie: Wir wurden einmal beinahe von Kannibalen gefressen. Das hat mir nicht sonderlich gefallen. Naja, das war wohl das Zweitschlimmste. Das, was wir in Sherman's End erleben mussten, übertrifft nichts.
Hud: Du warst nicht in diesem Hotelzimmer, Archie. Glaub's mir.

Vielen Dank, dass du ihr euch die Zeit genommen habt!

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1 Kommentar:

  1. Das Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste, aber dein Interview rückt es noch ein Stück weiter nach oben. Grossartig! Fand es richtig interessant!

    Viele Grüsse
    Jari

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