Samstag, 6. Februar 2016

[Rezension] Lisa Genova - Ein guter Tag zum Leben [Gastbeitrag]



Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 16,99 €
Genre: Roman
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 14. Januar 2016
Wertung: ♥♥♥♥
Reihe: Nein
*Leserunde*






Diese Rezension wurde von meiner besten Freundin Laura geschrieben. Sie durfte das erste Mal bei einer Bastei Lübbe "Meine Welt"-Leserunde teilnehmen. Ich freue mich sehr euch heute also die Rezi vorstellen zu dürfen. Sie freut sich über Kommentare und Meinungen, wie euch das Buch gefällt. Viel Spaß beim Lesen.


Die Story
Joe arbeitet als Polizist. Er lebt schon sein Leben lang in Charlestown. Zusammen mit seiner Frau Rosie, die er über alles liebt, hat er insgesamt vier Kinder. Der älteste ist JJ. Er ist verheiratet mit Colleen und die beiden arbeiten gerade an ihrer eigenen Familie. Danach kommt Patrick. Er arbeitet in einer Bar und ist ein bisschen das schwarze Schaf. Er „treibt“ sich rum und nimmt das Leben nicht ganz so ernst, hat man zumindest den Eindruck. Dann kommt Meghan. Sie ist Balletttänzern im Boston Balley. Das Nesthäkchen der Familie ist Katie. Sie arbeitet als Yoga-Lehrerin.
Die O’Briens sind eine glückliche, normale Familie. Bis Joe sich anfängt zu verändern. Seine Launen schwanken extrem und er rastet schnell aus. Immer wieder hat er Gleichgewichtsprobleme oder stürzt sogar, allerdings ist er der Meinung, kommt das von seinem schlimmen rechten Knie, dass er sich mal verdreht hat und das nie wieder so wurde, wie früher. Nachdem er bei einer Übung der Polizei vor einem Einsatz seltsame unkontrollierte Zuckungen hat, verlangt Rosie von ihm, dass er zum Arzt geht. Nach einer Überweisung des Hausarztes zu einer Neurologin wird festgestellt, dass Joe an der Huntington-Krankheit leidet. Für Rosie und Joe bricht eine Welt zusammen, denn jetzt steht fest, sie werden nicht zusammen alt werden, sondern Joe wird sterben. Und das in den nächsten 10 Jahren.
Was aber für die beiden viel schlimmer ist: Alle vier Kinder könnten die Krankheit geerbt haben. Alle vier Kinder könnten an der Huntington-Krankheit sterben.
Nachdem Rosie und Joe die schlimme Nachricht verarbeitet haben, weihen sie ihre Kinder ein. Jeder von Ihnen kann sich testen lassen und herausfinden, ob sie das Gen in sich haben.

Lauras Meinung
Ich muss zugeben, dass mir nicht nur einmal die Tränen gekommen sind, während ich das Buch gelesen habe. Es ist so gefühlvoll geschrieben und man sitzt praktisch mit dabei, wenn die Familie O’Briens jeden Sonntag um 16.00 Uhr zusammen isst und diskutiert.
Das ist mein erstes Buch von Lisa Genova. Es ist faszinierend wie Lisa Genova es schafft den Leser mitfühlen zu lassen. Aber schon die Leseprobe hat mich komplett überzeugt und ich musste unbedingt wissen, was passiert. Bevor ich meine Ausbildung begonnen habe, habe ich ein FSJ in einem Altenheim gemacht. Allein schon deswegen habe ich mich wirklich sehr für die Krankheit und was mit den Betroffenen selber und mit ihren Angehörigen passiert interessiert.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. Meistens beschwere ich mich bei Büchern, wenn sie zu kurz gehalten werden und wünsche mir sie meistens etwas ausführlicher. Bei den ersten 100 Seiten hatte ich etwas zu kämpfen, da sehr viel von der Familie erzählt wird. Auch im späteren Teil werden „Gedankengänge“ für meinen Geschmack etwas zu ausführlich beschrieben. Ab und zu fand ich es etwas anstrengend, mich da durch zu beißen.

Trotzdem ist „Ein guter Tag zum Leben“ ein super Buch, das ich definitiv jedem empfehlen kann. Man lernt doch einfach mal wieder zu schätzen, wie froh man sein kann, wenn die Familie und man selber gesund ist!



Laura



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