Dienstag, 6. Oktober 2015

Flipper und Richard O’Barry

Blue Cove Day number 13


Heute möchte ich mich einem ernsten Thema widmen. Wer mich kennt weiß, dass Delfine (neben Pinguinen) meine Lieblingstiere sind. Ich habe als Kind sogar darüber nachgedacht Delfinologin zu werden :) Ich hatte auch schon das Glück ihnen gegenüber zu stehen, die schönen Geschöpfe zu streicheln und ich bin in einem Boot mit ihnen gefahren. Natürlich durfte ein Kuss nicht fehlen. Damals war ich noch jünger. Ich war im Conny Land in der Schweiz. Für mich damals der schönste Fleck Erde, da ich meinen Lieblingstieren nah sein konnte. Leider durfte ich sie noch nie in freier Wildbahn erleben. Aber das werde ich nachholen.


Weshalb ich mich heute mit diesem Thema beschäftigen möchte ist ein schöner Anlass. Vor einer guten Stunde haben die Sea Shepherds den 13. Blue Cove Day verkündet. Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich den Film Blackfish gesehen. Da mich diese Schicksale und die Grausamkeit, die damit verbunden ist nicht losließ habe ich auch noch The Cove angeschaut. Ich war entsetzt und geschockt. The Cove (zu deutsch Die Bucht) ist ein Dokumentarfilm mit Richard O'Barry. Wir alle haben, nehme ich an, Flipper gesehen. Ein wunderschöner Film, welcher die besondere Beziehung zwischen Delfin und Mensch zeigen soll. O'Barry trainierte 5 Delfine für diesen Film. Alle vier spielten mit. Nur zwei lebten nach Ende der Dreharbeiten noch. Sie hießen Susie und Kathy. Susie verstarb, Kathy wählte laut O'Barry den Freitod. Ich kann seine Worte nicht mehr genau wiedergeben. Aber ich meine mich zu erinnern, dass er sagte sie hätte von selbst aus aufgehört zu atmen. Das war ein einschneidendes Erlebnis für O'Barry und er machte es sich zur Lebensaufgabe Delfine zu retten.

Mehrfach wurde dieser bewundernswerte Tierschutzaktivist verhaftet. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Bucht in Taiji (Japan), um die es sich auch in dem Dokumentarfilm dreht. In Taiji werden regelrechte Hetzjagden veranstaltet. Die Delfine werden gehetzt, zusammengetrieben, verenden teilweise vor Stress in den Netzen. Die, die das überleben werden in die schon beschriebene Bucht getrieben. Vom Ufer aus kann man in die Bucht nicht einsehen. Hier werden aus den vielen zusammengetriebenen Delfinen von Trainern Tiere ausgewählt, welche später in Delfinarium enden müssen. Und diejenigen, welche das durchlebt haben und nicht verfrachtet werden, werden geschlachtet. Das Wasser in der ganzen Bucht färbt sich blutrot. In Japan gilt Delfinfleisch als Delikatesse, trotz des hohen Quecksilbergehalts. Was dort geschieht ist eine einzige Grausamkeit. Es ist ein Verbrechen!


Der Grund dieses Posts ist nun aber, dass es 13. Tage 
in Folge kein Blut im Wasser gab. 
Die Jäger kamen erfolglos zurück und 
das ist ein Grund zum Feiern!

Ich möchte wirklich an eure Vernunft appelieren. Delfine und Orcas sind wunderschöne Tiere. Jeder möchte sie gerne von Nahem sehen. Sea World und die vielen Delfinarien die es auf der Welt gibt müssen boykottiert werden. Es ist grausam, was den Tieren dort angetan wird. Wir als Gesellschaft haben die Möglichkeit diese Unternehmen zu zwingen mit der Ausbeuterei dieser wunderschönen Geschöpfe aufzuhören!

Das Selbe gilt für den Circus und den Zoo. So schön es auch ist diese Geschöpfe von Nahem zu sehen, das ist unnatürlich. Sie werden in viel zu kleine Gehege und Becken gesteckt. Natürliche Familienbande werden zerstört und unnatürliche Herden werden zusammengewürfelt. Die Tiere werden teilweise schwer verletzt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig zum Denken anregen. Bei Interesse findet ihr hier die Filme Die Bucht und Blackfish. Bei Blackfish geht es hauptsächlich um Tilikum, der schon seit 32 Jahren in Gefangenschaft lebt. Ihr kennt ihn vermutlich aus Sea World. Es ist der große Orca mit der umgekippten Rückenflosse. 2010 war er in allen Nachrichten, da seine Trainerin durch Tilikum ums Leben kam. Auch diesen Film kann ich euch nur ans Herz legen.

Tami

Kommentare:

  1. Sagen wir es mal so: Tiere einzusperren ist grundsätzlich nicht gut, weil man ihren Lebensraum beschränkt.

    #Kommentiertag

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    1. Meine Rede! Sollte man wirklich mehr drüber nachdenken.

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  2. So viel dazu: nach 15 blutfreien Tagen gab es heute einen red cove day. Es wurde wieder gemordet. :(

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